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Einfriedung von Haus und Garten vornehmen – Fragen und Antworten

Mit einer Einfriedung kannst du Grundstück oder Garten gut abgrenzen und einen wirksamen Wind- und Sichtschutz schaffen. Eine Mauer oder ein Zaun schützen das Gelände zudem vor unbefugtem Betreten. Auch die Einwirkungen von Witterung und Verkehr werden so wirksam reduziert. Auf dem Land dienen Einfriedungen ausserdem dazu, das Entlaufen von Nutz- und Wildtieren zu verhindern. Wichtig: Bei der kompletten Umzäunung eines Areals sind die örtlichen Bestimmungen und Vorschriften zu beachten. Sie regeln die Abstände zum Nachbarn und legen eine maximale Höhe fest. Im Folgenden erfährst du mehr über Einfriedungen und welche Regelungen bei ihrer Anlage zu beachten sind.

Hecke, Zaun, Mauer – Welche Arten von Einfriedungen gibt es?

Man unterscheidet zwischen sogenannten lebenden und toten Einfriedungen. Als lebende Einfriedungen werden zumeist Hecken genutzt, wobei viele verschiedene Sorten, etwa Taxus, Thuja, Kirschlorbeer oder Liguster, zum Einsatz kommen. Bevorzuge Heckengewächse sind mit einem dichten Ast- und Blattwerk ausgestattet, der einen guten Wind- und Sichtschutz gewährleistet. Winterharte Gewächse bieten den Vorzug, dass sie einen Teil ihres Laubs in der kalten Jahreszeit behalten. Zur Markierung der Grundstücksgrenze dienen in der Regel schnell wachsende Heckengewächse, die zügig die erwünschte Höhe und Breite erzielen und darüber hinaus pflegeleicht sind. Als tote Einfriedungen kannst du die folgenden Vorrichtungen nutzen:

  • Zäune mit Gatter
  • Erdwälle
  • Rohrmatten
  • Holzwände
  • Drahtzäune
  • Mauern

Was ist der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Einfriedungen?

Offene Einfriedungen sind lichtdurchlässig, wie zum Beispiel Drahtzäune. Demgegenüber sind geschlossene Einfriedungen undurchsichtig und dienen daher dem zusätzlichen Zweck des Sicht- und Windschutzes. In diesem Fall kann es sich um Erdwälle, Holzwände oder Mauern handeln. Während du für offene Modelle keine Baugenehmigung benötigst, kann dies bei geschlossenen Modellen anders aussehen. Auch die Zustimmung der Nachbarn solltest du einholen, denn die Vorrichtungen an der Grundstücksgrenze können deren Aussicht und Lichteinfall beeinträchtigen.

Wer bestimmt, ob ein Garten oder ein Grundstück eingefriedet werden darf?

Regelungen für die Einfriedung von Grundstücken werden von der örtlichen Gemeinde festgelegt. Der Grundsatz ist, dass eine abgrenzende Vorrichtung die Nachbarn, die Nutzung der angrenzenden Strassen und das optische Erscheinungsbild des Strassenzugs nicht stark beeinträchtigen darf. Auch musst du einen Grenzabstand zur Nachbarbebauung einhalten. Geschlossene Einfriedungen sind ab einer bestimmten Höhe genehmigungspflichtig. Aber auch offene Modelle, wie ein Zaun aus Metall oder Holz, müssen aus geeigneten Materialien bestehen sowie wetterfest und standfest sein. Gefährliche Zaunmodelle, wie Stacheldraht oder elektrischer Draht, sind in Wohngebieten nicht gestattet. Erfrage die genauen Regelungen am besten beim Ordnungs- oder Bauamt deiner Heimatgemeinde.

Was ist eine „ortsübliche“ Einfriedung?

Viele Gemeinden gestatten nur ortsübliche Einfriedungen. Das bedeutet, dass an der Grundstücksgrenze nur Vorrichtungen gebaut werden dürfen, die am betreffenden Ort bereits häufiger vorkommen. Ziel ist es, ein möglichst einheitliches und gut abgestimmtes Erscheinungsbild des Ortes zu erreichen. Auch in der Höhe, in der Länge und im Grenzabstand solltest du dich an bereits in der Nachbarschaft vorhandenen Zäunen, Mauern und Wällen orientieren. Entspricht eine Einfriedung nicht dem ortsüblichen Standard oder den Bauvorschriften, kann die Gemeinde den Umbau oder Rückbau anordnen.

Welche Einspruchsmöglichkeiten bestehen gegen eine Einfriedung?

Gegen eine geschlossene Einfriedung können Bau- und Ordnungsamt vorgehen, wenn sie nicht den ortsüblichen Standards, beziehungsweise dem Baurecht entspricht oder vorgeschriebene Abstände nicht einhält. Aber auch die Nachbarn können Einspruch erheben, wenn das Bauwerk die Sicht, die Lichtverhältnisse oder die Optik ihres Grundstücks stark beeinträchtigt. Deshalb gilt:

  • Einverständnis der Nachbarn einholen
  • Über ortsübliche Einfriedungsmodelle informieren
  • Über Grenzabstand und andere baurechtliche Vorschriften informieren
  • Baugenehmigung besorgen

Wie friede ich einen Garten ein?

Ein Zaun aus Holz oder Metall bietet sich für eine wirksame und optisch ansprechende Abgrenzung des Gartens an. Es kommen viele verschiedene Bauarten in Frage. Neben Jägerzaun und Maschendrahtzaun gibt es auch viele Zaunmodelle, die elegant wirken und im Alltag wartungsarm, langlebig und pflegeleicht sind. Insbesondere der Metallbau sorgt für eine grosse Auswahl an geschmackvollen und soliden Zaunvarianten mit entsprechenden Toren, Durchgängen und Gattern. Achte bei einem Holz- wie bei einem Metallzaun darauf, dass die Pfosten im richtigen Abstand gesetzt werden. Sie müssen mit einem Punktfundament im Boden verankert werden, damit die Konstruktion Wind und Wetter standhält. Wenn die Vorrichtung auch als Sicht- und Windschutz dienen soll, sind geschlossene Zaunelemente aus Holz, Metall oder Kunststoff die richtige Wahl.

Welche Vorschriften gibt es bei Höhe und Grenzabstand von Zäunen?

Ein Zaun oder eine andere offene Einfriedung darf in der Schweiz bis zu zwei Meter hoch sein. Für höhere Konstruktionen benötigst du eine Baugenehmigung. Ausserdem müssen Zäune Sicherheitsanforderungen erfüllen und instand gehalten werden. Wenn du eine Hecke an der Grundstücksgrenze setzt, müssen die Pflanzen im gleichmässigen Abstand eingesetzt werden. Da Hecken in Höhe und Breite wachsen, ist je nach Art der Pflanzen ein Abstand von 0,25 bis 0,75 Metern zum angrenzenden Grundstück erforderlich.

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