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Die Felsenbirne als Gartenhighlight – die ultimative Anleitung zum Anpflanzen und Schneiden

Die Felsenbirne als Gartenhighlight – die ultimative Anleitung zum Anpflanzen und Schneiden

Eine Zierde für jeden Garten, dabei vollkommen anspruchslos – an einer Felsenbirne hast du als Hobbygärtner das ganze Jahr über Freude. Sie gedeiht an fast allen Standorten perfekt und verzaubert dich im Frühjahr mit reizvollen kleinen Sternenblüten, die in traubigen Blütenständen herabhängen. Aber damit nicht genug: Im Juni entwickeln sich daraus dunkelrote bis schwarzbraune Früchte, die nicht nur Vögel zum Fressen gern haben. Auch für den Menschen sind die gesunden, leckeren Früchtchen geniessbar und ein wertvoller Spender von Vitamin C. Ab September erstrahlen dann die Pflanzen in einem leuchtend organgefarbenen Blätterkleid und bringen eine aufregende Herbstfärbung in deinen Garten.

1. Welche Sorte der Felsenbirne (Amelanchier) darf es sein – Die Pflanzen aussuchen

Die Felsenbirne oder mit botanischem Namen Amelanchier gehört zu den wichtigsten Sträuchern im Garten. Den anspruchslosen Strauch aus der Familie der Rosengewächse findest du bei jedem Landschaftsgärtner – aufgrund seiner grossen Beliebtheit stehen verschiedene Sorten zur Auswahl. Eine sehr beliebte Sorte ist die sogenannte Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii), die bis zu sechs Meter hoch wird. Mit ihrem mehrstämmigen Wuchs überzeugt dieser Strauch durch eine schöne schirmartige Krone und die kupferrote Färbung im Herbst. Wenn du lieber bronzefarbene Blätter bevorzugst, solltest du dich für eine Hängende Felsenbirne (Amelanchier laevis) entscheiden. Die weissen Blüten bilden einen wunderbaren Kontrast zum Bronzeton der austreibenden Blätter.

2. Wähle Standort und Boden aus

Anspruchslos und pflegeleicht ist die Devise – da die Felsenbirne aus Nordamerika stammt, ist sie strenge Witterungsbedingungen gewöhnt. Aber dennoch gilt auch hier – je besser der Platz, desto schöner der Strauch. Eis und Kälte steckt die Felsenbirne gut weg und auch strenge Fröste sind für sie kein Problem. Als Standort empfiehlt sich für die Pflanzen ein sonniger bis halbschattiger Platz. Die Felsenbirne liebt einen sandigen, durchlässigen und schwach sauren Boden und gedeiht unter diesen Bedingungen besonders gut. Allerdings toleriert sie auch anspruchslose Böden gut und ist somit ein idealer Strauch für alle, die keinen grossen Pflegeaufwand betreiben wollen.

3. Finde die beste Zeit zum Einpflanzen

Im Frühjahr oder im Herbst solltest du dich aufmachen, um deinen persönlichen Favoriten auszusuchen. Ist dein Boden sehr nährstoffarm, empfiehlt es sich, zusätzlich Kompost oder einen Volldünger in die Erde mit einzuarbeiten. Bei sehr schweren Böden sorgt etwas Sand dafür, dass das Wasser besser abläuft. Auch wenn es im Frühjahr oder Herbst öfter regnet – vergiss nie deine Pflanze. Deine Felsenbirne dankt es dir, wenn du sie ausreichend mit Wasser versorgst.

4. Auf einen guten Schnitt und Pflege des Strauchs kommt es an

Die Gattung der Felsenbirnen ist insgesamt sehr unkompliziert und die Pflege daher kinderleicht. Im Frühjahr empfiehlt sich eine Düngung mit Kompost oder Volldünger, um die Ausbildung der Blüten zu fördern. Felsenbirnen gehören zu den Gehölzen, die durch ihren natürlichen Wuchs eine wunderschöne Schirmform entwickeln. Also einfach wachsen lassen, der Strauch wird von alleine schön. Ein Rückschnitt ist nicht nötig und fördert auch die Blütenbildung nicht. Wird dir deine Felsenbirne zu gross und du kommst um einen Rückschnitt nicht herum, solltest du keinesfalls zu radikal vorgehen. Ältere Pflanzen treiben nämlich aus dem alten Holz nur sehr zögerlich neu aus und die schirmförmige Krone wirkt schnell entstellt. Im späten Winter ist es am einfachsten, zu eng stehende Äste mit der Astschere auszulichten. Auch Bodentriebe sollten knapp über dem Boden entfernt werden.

5. Die Blütezeit im Frühjahr geniessen

Von April bis Mai, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen die Knospen spriessen lassen, steht die Felsenbirne in voller Blüte. Weisse Blütentrauben hängen locker von der schirmförmigen Krone herab. Direkt unter dem Blütenschirm ist auch ein guter Standort für eine attraktive Unterbepflanzung. Bunte Farbtupfer durch Tulpen und Hyazinthen vermitteln dir Frühlingsgefühle und harmonieren perfekt mit der Blüte.

6. Frische Früchte ernten und verarbeiten

Vielen kaum bekannt: Die Früchte der Felsenbirne sind lecker und gesund und eignen sich zum Naschen, Einkochen und Trocknen. Du musst nur aufpassen, dass du im Juni und Juli schneller bist als die Vögel, die die kleinen Früchtchen ebenso lieben. Beim Probieren erwartet dich ein süsser Geschmack mit der Note von Heidelbeere und Kirsche und einem Hauch von Bittermandel. Die kleinen Samen der Frucht enthalten wie Apfelkerne auch cyanogene Glykoside. Wenn du zu viele Früchte isst und dabei die Kerne zerkaust, kann es eventuell zu harmlosen Verdauungsbeschwerden kommen. Die Vorteile des Wildobstes überwiegen aber. Konfitüren und Aufstriche überzeugen mit einem hohen Gehalt an Vitamin C, Mineralstoffe und Flavanoide.

7. Golden Summer im eigenen Garten dank einer Felsenbirne

Geht der Sommer zu Ende, verfärben sich die Blätter der Felsenbirne in Rot- und Bronzetöne und schmücken deinen Garten zum wiederholten Male. Der Einsatzbereich des schönen Zierstrauchs ist dabei vielseitig: Als Solitär unterpflanzt mit Herbststauden wie Astern oder Sonnenhut ist die Felsenbirne ein absoluter Hingucker. Aber auch in eine bestehende Hecke integriert sie sich hervorragend und sorgt mit ihrem leuchten rotem Laub im Herbst für Abwechslung in deiner Mischhecke.

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