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Gewächshausbau für frostempfindliche Pflanzen

Gewächshausbau für frostempfindliche Pflanzen

Der Winter naht und somit die Kälte. Gärtner müssen die Pflanzen jetzt entweder abernten oder sie abdecken. Andernfalls rafft die Winterkälte die frostempfindlichen Pflanzen dahin. Viele Gärtner wünschen sich spätestens jetzt ein Gewächshaus. Wer das ganze Jahr hindurch seine Pflanzen wachsen lassen und ernten möchte, sollte über einen Gewächshausbau nachdenken.

Welche Vorteile bietet ein Gewächshaus?

Der grösste Vorteil eines Gewächshauses sticht sofort hervor: Das Freilandhaus erlaubt eine ganzjährige Nutzung des Gartens dank Treibhauseffekt. Es bietet ein warmes Klima für die Pflanzen, selbst während der kalten Wintermonate. Wie du das Gewächshaus nutzt, ist dir überlassen. Manche verwenden es, um das ganze Jahr über Setzlinge aufzuziehen. Andere retten damit empfindliche Tropenpflanzen durch den Winter. Und selbst wenn gerade kein Winter ist, schützt das Gewächshaus die Pflanzen vor schädlichen Umwelteinflüssen. In dem Haus sind Beete, Blumen, Obst und Gemüse vor Regen, Hagel und Wind geschützt. Gleichzeitig fördert das künstliche warme Klima zu jeder Jahreszeit das Wachstum der Kulturen.

Welches Material ist am besten? Glas, Folie, Kunststoff oder Plexi?

Bei der Wahl des Materials solltest du zunächst auf die Qualität achten. Ob Folie, Glas oder Kunststoff, ein Gewächshaus ist nicht billig und soll gleichzeitig lange halten. Sparst du am Material, kann sich das schädlich auf die Pflanzen auswirken. Glas ist das klassische Material für den Gewächshausbau. Es kann besonders stabil und langlebig sein, dabei kommt es allerdings auch auf die Qualität der Verglasung und die Konstruktion an. Eine gute Verglasung schützt vor UV-Licht. Ohne diesen Schutz könnte sich das Licht schädlich auf das Wachstum der Pflanzen auswirken. Ausserdem kann es im Glasgewächshaus schnell zu einem Hitzestau kommen. Ein Vorteil ist der günstige Preis und die leichte Reinigung des Glases. Kunststoff ist besonders robust und schützt vor UV-Licht. Es bietet auch eine sehr gute Wärmedämmung. Plexiglasplatten sind sogar noch besser, was die Wärmedämmung anbelangt, sind allerdings auch teurer. Folie ist das günstigste Material für Gewächshäuser. Wie lange sie hält, hängt von der Stärke der Folie ab. Für den Winter und heftiges Wetter ist dieses Material nur bedingt geeignet. Ein Folientunnel kann trotzdem einen guten Schutz bieten. Wichtig ist noch die Konstruktion des Rahmens. Holz fügt sich optisch gut in den Garten ein, du musst das Holz aber regelmässig pflegen. Holz verschleisst schnell. Aluminium ist jedoch sehr witterungsbeständig. Generell gilt:

  • Glas: stabil, haltbar, lichtdurchlässig
  • Kunststoff: robust, isoliert gut, pflegeleicht
  • Plexiglas: sehr robust, isoliert besonders gut
  • Folie: günstig

Welche Typen von Gewächshäusern gibt es?

Ein Frühbeet ist ein Gewächshaus in kleinem Massstab. Es dient vor allem dem Vorziehen von Beeten, die du später im Garten pflanzen kannst. Die Konstruktion ist zumeist ein einfacher Kasten mit Glas, einer Folie oder Plexiglasplatten. Es lässt sich auch auf dem Balkon aufbauen. Das klassische Gewächshaus besteht aus einem Rahmen und einem lichtdurchlässigen Material. Es kann im Boden eingelassen sein oder sich um einen Leichtbau handeln. Die Ausführung der Art Venlo zeichnet sich durch seine modulare Bauweise aus. Ein Hochbeet-Gewächshaus verfügt über ein Hochfundament, wodurch du dich beim Gärtnern nicht bücken musst.

Worauf muss ich bei der Beheizung, Belüftung und Bewässerung achten?

Für umweltfreundliche Gewächshäuser bieten sich Pelletheizungen oder erneuerbare Energie an. Elektroheizungen sind eher günstig und einfach. Sollte kein Stromanschluss vorhanden sein, kannst du es auch mit Gasheizungen versuchen. Je besser das Freilandhaus isoliert ist, desto weniger musst du heizen. Die richtige Ausstattung hilft dabei, eine Überhitzung zu vermeiden. Achte bei der Planung auf genügend Dachfenster. Automatische Fensterheber machen das Lüften einfacher. Zur Bewässerung lassen sich Versorgungsleitungen legen, sie sind jedoch nicht unbedingt notwendig. Am Ende kommt es auf den Wasserbedarf an. Grössere Gewächshäuser benötigen eine aufwendige Bewässerungsanlage. Manche Kulturen brauchen eine bestimmte Luftfeuchtigkeit. Mit einer Nebelmaschine als Zubehör lässt sich das Gewächshaus effektiv klimatisieren und der Nebel befeuchtet die Pflanzen.

Welche Pflanzen eignen sich für das Freilandhaus?

Welche Pflanzen du im Gewächshaus anbauen möchtest, hängt ganz von deinen eigenen Ansprüchen ab. Die Wahl der Kulturen bestimmt anschliessend, wie der Gewächshausbau vonstattengeht. Im Gewächshaus kannst du Obst und Gemüse anbauen. Vor allem Pflanzen, die keine direkte Sonneneinstrahlung oder Regen vertragen, wachsen im Freilandhaus gut. Im Gewächshaus bedienst du die Bedürfnisse exotischer Pflanzen besser als unter Freilandbedingungen. Blumen wie Orchideen und Obst aus fremden Ländern gedeihen hier sehr gut.

Was muss ich bei der Planung beachten?

Mach dir genau darüber Gedanken, welche Anforderungen du an das Gewächshaus stellst, welche Pflanzen du anbauen möchtest und wofür du das Gewächshaus nutzt. Achte darauf, dass genügend Platz da ist. Wenn das Geld knapp werden sollte, baue lieber ein kleineres Gewächshaus, als am Material zu sparen. Neben dem Preis für die Konstruktion und die Eindeckmaterialien spielen die laufenden Nebenkosten eine Rolle. Dazu gehört Heizung, Kühlung, eventuell Stromkosten.

Wie steht das Gewächshaus am besten?

Manche schwören auf eine Ausrichtung der Giebelseiten auf der Nord-Süd-Achse. Dadurch scheint die Mittagssonne nicht zu stark hinein. Allerdings kommt es auf die Bedürfnisse der Pflanzen nach Sonnenlicht an. Einige benötigen mehr, andere weniger.

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