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Gummibaum: Anpflanzen, vermehren und Tipps für die Pflege

Gummibaum: Anpflanzen, vermehren und Tipps für die Pflege

Du möchtest deine Wohnung mit einem Klassiker unter den Zimmerpflanzen aufwerten? Dann solltest du dich für den Gummibaum entscheiden. Er ist nicht nur optisch ansprechend und zeitlos, sondern setzt auch einen relativ geringen Pflegeaufwand voraus. Gut gefällt zudem, dass es mehrere Sorten gibt. Neben dem bekanntesten Gummibaum mit seinen dunkelgrünen Blättern gibt es auch Exemplare, die bunte Blätter aufweisen. Für dein Wohnzimmer ist die Pflanze auf jeden Fall eine Bereicherung.

1. Der Gummibaum: Ein Klassiker unter den Zimmerpflanzen

Charakteristisch für den Gummibaum sind die dunkelgrünen und glatten Blätter. Der Gummibaum ist ein Kleinbaum, der in Ausnahmefällen bis zu drei Meter gross werden kann. Das immergrüne Gewächs stammt ursprünglich aus Ostindien und Indonesien; etwa im 19. Jahrhundert gelangte er nach Europa. Ähnlich wie die Birkenweide zählt er zur Pflanzengattung Ficus und zur Familie der Maulbeergewächse. Eine Besonderheit: Bei Verletzungen der Rinde sondert er ein Sekret ab, aus dem Naturkautschuk gewonnen werden kann.

2. Der Ficus Elastica und seine Eigenschaften

Gibst du deinem Gummibaum einen guten Standort und ausreichend Pflege, kann er eine Höhe von zwei, sogar drei Metern erreichen. Auch von der Breite her kann er recht üppig werden und Ausmasse bis zu einem Meter annehmen. Das solltest du bei der Standortwahl berücksichtigen. Sein besonderes Aussehen verdankt der Gummibaum den bis zu 30 Zentimeter langen und ledrigen Blättern, die über ausgeprägte Blattspitzen verfügen. Etwa alle zwei Jahre solltest du die Zimmerpflanzen in einen grösseren Topf umsetzen, denn der Ficus wächst schnell. Wann es Zeit für das Umtopfen ist, erkennst du gut daran, dass der Erdballen dann komplett durchwurzelt ist.

3. Der beste Standort für den Gummibaum

Die Zimmerpflanze bevorzugt einen hellen bis halbschattigen Standort bei Zimmertemperatur. Kälter als 18 Grad Celsius sollte es im Raum nicht sein. Auch Zugluft gefällt dem Gummibaum gar nicht. Möchtest du die Pflanze auf dem Balkon oder im Garten platzieren, wähle unbedingt einen halbschattigen Platz: In der prallen Sonne würden die Blätter schnell verbrennen. Trockene Heizungswärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit hingegen verträgt der Gummibaum ohne Probleme.

4. Tipps für die Pflege des Gummibaums

Als Substrat für den Gummibaum eignet sich gewöhnliche Zimmerpflanzenerde. Sie darf einen hohen Kokosfaseranteil besitzen, dann sollte sich der Baum prächtig entwickeln. Natürlich ist er vor Schädlingen nicht gefeit. Spinnmilben und Wollläuse treten allerdings nur selten auf. Vor allem im Winter und bei trockener Heizungsluft kann es zu einem Befall mit diesen Schädlingen kommen. Im Bad hingegen fühlt sich der Ficus Elastica aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit wohl und wird hier auch seltener von Pflanzenschädlingen befallen. Während der Sommermonate verträgt der Ficus auch etwas Dünger gut. Mit folgenden Massnahmen gehst du am besten gegen die Pflanzenschädlinge vor:

  • Neem-Öl hilft gut gegen Läuse
  • ebenso erfolgreich ist eine Mischung aus Wasser und Spülmittel
  • regelmässiges Abduschen der Blätter ist auch eine Option

5. Der Gummibaum im Garten

Normalerweise ist der Ficus Elastica eine Zimmerpflanze. Es spricht aber auch nichts dagegen, ihn ab dem Frühjahr im Garten zu platzieren. Auch hier gilt: Ein heller, aber schattiger Standort ist für das Gewächs am besten geeignet. Temperaturen von weniger als zehn Grad Celsius schaden dem Baum. Kälter sollte es also nicht sein, ehe du ihn nach draussen bringst. Am besten lässt du ihn in seinem Topf, denn ins Beet neben die Kräuter gepflanzt würde er nicht gedeihen.

6. Der Ficus Elastica, seine Blätter und deren Wasserbedarf

Natürlich musst du deinen Gummibaum regelmässig giessen, damit du lange Freude an ihm hast. Zu viel Wasser aber führt schnell dazu, dass die Blätter gelb werden oder der Ficus sie abwirft. Giesse deinen Baum daher erst dann, wenn die Erde sichtbar ausgetrocknet ist. Ebenfalls bewährt hat sich die sogenannte Tauchmethode. Bei ihr wird der gesamte Erdballen so lange unter Wasser gehalten, bis er sich komplett vollgesogen hat. So ist die Pflanze zwar ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt, Staunässe wird aber vermieden. Die sattgrünen und dunklen Blätter sind das wesentliche Merkmal des Gummibaums. Da sie schnell Staub anziehen, solltest du sie regelmässig mit einem feuchten Tuch abwischen. Du kannst den kompletten Baum auch einmal unter die Dusche stellen; im Gegensatz zu den meisten anderen Pflanzen verträgt er das gut.

7. Den Gummibaum selbst vermehren

Kannst du gar nicht genug von deinem Gummibaum bekommen und planst „Nachwuchs“ für ihn? Kein Problem, denn geübte Hobbygärtner bekommen seine Vermehrung ohne weiteres hin. Das Vermehren mit Stecklingen sollte am besten im Frühjahr erfolgen. Wenn du Triebe von der Mutterpflanze abtrennst, pass ein wenig auf, denn aus ihnen tritt Pflanzensaft aus. Nachdem der Schnitt erfolgt ist, stellst du die Triebe in ein Glas mit Wasser. Nach nur zwei bis drei Monaten haben sich so zahlreich Wurzeln gebildet, dass du ihn in einen Topf mit Erde umpflanzen kannst. Einige Hobbygärtner probieren es sogar, die Ableger direkt in einen Topf zu pflanzen, ohne dass sich vorher Wurzeln gebildet haben. Einfacher ist aber die erstgenannte Variante.

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