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Anders als manch andere Pflanze verträgt der Gartenhibiskus einen Schnitt recht gut. Auch ältere Triebe lassen sich problemlos entfernen. Der Rückschnitt sollte im Winter erfolgen. Das regt den Hibiskus an, im folgenden Sommer mehr Blüten auszubilden. Es gibt verschiedene Schnittarten, die du anwenden kannst, um deinen Hibiskus in Form zu bringen. Sie richten sich nach der Entwicklungsphase des Zierstrauchs und danach, welche Wuchsform du etablieren möchtest. Die nächsten Abschnitte gehen auf die unterschiedlichen Schnittarten ein und geben dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum richtigen Schneiden deiner Hibiskus-Pflanzen.
Hibiskus-Sträucher eignen sich hervorragend zur Gartengestaltung. Sie wachsen hoch und ausladend, bilden hübsche Blüten und sind winterhart bis minus 20 Grad Celsius. Den ersten Schnitt – den sogenannten Erziehungsschnitt – erhält dein Gartenhibiskus gleich nach dem Einpflanzen. Hierbei entfernst du alle schwachen Triebe. Auch beschädigte Pflanzenteile schneidest du jetzt ab. Nun kürzt du den Rest deines Hibiskus noch um die Hälfte. Das kannst du auch in den nächsten Jahren noch machen, solange dein Hibiskus jung ist. Der Rückschnitt fördert die Verzweigung und der Strauch entwickelt insgesamt ein dichteres und üppigeres Aussehen.
Eine weitere Möglichkeit, deinen Hibiskus zu schneiden, ist der Erhaltungsschnitt. Er kommt zum Einsatz, wenn der Hibiskus schon älter ist und eine deutliche Krone ausgebildet hat. Bei dem Erhaltungsschnitt kürzt du die Blütentriebe aus dem letzten Jahr und entfernst alle schwachen Zweige, die deinen Strauch nur unnötige Energie kosten würden. Sind deine Hibiskus-Pflanzen inzwischen sehr dicht, kannst du auch einige der alten Triebe ganz entfernen und so die Gehölze ein wenig lichten. Suche dir dazu die Verzweigung, wo der Trieb entspringt, und schneide ihn unmittelbar darüber ab. Entferne immer nur einen der entspringenden Zweige.
Ein Schnitt zur Verjüngung empfiehlt sich bei Sträuchern,
Bei einem Verjüngungsschnitt schneidest du deinen Hibiskus kräftig zurück. Du kannst die Stauden bis auf einen halben Meter kürzen, ohne dass der Hibiskus Schaden nimmt. Er wird in nur wenigen Monaten zahlreiche neue Triebe entwickeln. Diese solltest du mit einem zweiten Pflegeschnitt lichten und in Form bringen, damit der Hibiskus die Wuchsform erhält, die du dir wünschst. Ein Hibiskus benötigt nach einem Verjüngungsschnitt eine gute Pflege. Achte auf eine ausreichende Nährstoffversorgung und auf regelmässiges Giessen, vor allem im Sommer.
Achte bei deinem Schnitt darauf, dass du den Hibiskus in die von dir gewünschte Form bringst. Hier hast du zum Beispiel die Wahl zwischen einer Staudenform oder einer buschartigen Form mit Krone.
Die wichtigste Massnahme zur Pflege deiner Hibiskus-Pflanzen ist das regelmässige Giessen. Die Erde sollte immer leicht feucht gehalten werden. Denn: Ist deinem Zierstrauch der Standort zu trocken, wirft er seine Blütenknospen ab. Lediglich bei Frost solltest du mit der Bewässerung aussetzen. Im Winter benötigt der Hibiskus keine Düngung. Im Frühjahr oder Frühsommer vor der Blüte kannst du einen Bio-Dünger in die Erde einbringen, um den Hibiskus mit zusätzlichen Nährstoffen zu versorgen. Der Gartenhibiskus ist winterhart und bei älteren Pflanzen sind keine Frostschäden zu erwarten. Bei jungen Pflanzen solltest du noch einen Winterschutz anwenden. Kübelpflanzen überwintern im Zimmer bei bis zu 15 Grad Celsius. Ein heller Standort ist zu empfehlen.
Benötigst du Hilfe bei der Gartenpflege oder suchst du weitere Tipps für die Pflege oder das Schneiden von Hibiskus-Pflanzen, damit du dich im nächsten Jahr an einer noch schöneren Blütenpracht erfreuen kannst? Professionelle Ratschläge erhältst du in einem Gartenbauzentrum. Finde auf unserer Plattform noch heute einen Dienstleister in deiner Region!
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