Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Gärtner in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Koniferen richtig pflanzen und pflegen

Koniferen richtig pflanzen und pflegen

Unter der Bezeichnung Koniferen werden alle zapfenbildenden Nadelgehölze zusammengefasst. Sie sind ebenso dekorative wie robuste Pflanzen und bieten sich sowohl für die Verwendung als dominierende Solitärpflanzen als auch als Hecke an, die vor neugierigen Augen schützt. Dementsprechend fehlen sie heutzutage in kaum einem Garten. Für Hobbygärtner stehen eine ganze Reihe von verschiedenen Sorten zur Verfügung. Wie du Koniferen richtig anpflanzt und pflegst, erfährst du im Folgenden.

1. Wissenswertes über Koniferen

Koniferen sind im deutschen Sprachgebrauch Nadelgehölze, die Zapfen bilden. Dazu zählen:

  • Kieferngewächse
  • Eibengewächse
  • Zypressengewächse

Da Koniferen pflegeleicht sind und sich gut in Form schneiden lassen, eignen sie sich hervorragend für die Gartengestaltung. Die meisten Arten sind immergrün, es gibt aber auch sommergrüne Arten, die ihre Nadeln im Winter abwerfen. Das sind vor allem die verschiedenen Lärchenarten, aber auch der Urweltmammutbaum und das Chinesische Rotholz (Metasequoia glyptostroboides) sind sommergrün. An sich sind Koniferen als Bäume natürlich grosswüchsig, heute werden aber auch immer mehr Sorten gezüchtet, die klein bleiben und sich daher besser für die Gartengestaltung eignen. Die kleinwüchsigen Sorten dieser Nadelbäume lassen sich auch gut mit Stauden und Sträuchern kombinieren. Auch ein Besatz mit Efeu ist eine sehr schöne Ergänzung.

2. Die richtigen Sorten für den eigenen Garten finden

Für die Verwendung im Garten eignen sich vor allem vier Gattungen von Koniferen:

  • Zypressen gehören zu den schönsten Nadelbäumen überhaupt. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt im östlichen Mittelmeerraum, durch die Römer wurden sie schon früh in allen Mittelmeerländern verbreitet. Dort werden sie zu hohen Bäumen, für den Garten gibt es aber auch Sorten, die klein bleiben.
  • Die Eibe ist ein heimischer, bei uns aber selten gewordener Baum. Mit ihrem dichten Wuchs und der guten Formbarkeit eignet sie sich vor allem für Hecken. Neben der Europäischen Eibe (Taxus baccata) ist auch die Japanische Eibe (Taxus cuspidata), die etwas kleiner bleibt, eine schöne Gartenpflanze.
  • Wacholder ist mit seinen unzähligen Sorten eine ausgesprochen vielseitige Pflanze. Es gibt hochwachsende Sorten wie den Säulenwacholder, aber auch Bodendecker. Wacholder bildet ausserdem als einzige Koniferensorte Beeren aus und zieht daher Vögel wie Drosseln, Zeisig oder Kernbeisser an.
  • Die verschiedenen Sorten der Lebensbäume (Thuja) gehören zu den beliebtesten Koniferen für den Garten.

3. Die Thuja als Hecke nutzen

Lebensbäume (lateinisch: Thuja, deutsch auch: Thujen) sind eine Gattung der Zypressengewächse. Sie gehören mit ihren feinen, blattartigen Nadeln zu den dankbarsten und beliebtesten Koniferen für den Garten und lassen sich auch gut für eine in Form geschnittene Hecke verwenden. Die braunen Pflanzenteile, die sich an den Enden der Zweige bilden, sind keine vertrockneten Knospen, sondern die Samenstände der Pflanze. Du kannst sie vermeiden, indem du nach der Blütezeit alle Blütenstände abschneidest.

4. Die geeigneten Koniferen Solitärgehölze auswählen

Als Solitärgehölze für eine freistehende Pflanzung kannst du grosswachsende Koniferen verwenden, etwa:

  • Zeder
  • Ginkgo-Fächerblattbaum
  • Urweltmammutbaum
  • Schmucktanne (Araukarie)

Sie alle bilden mit der Zeit eindrucksvolle Gewächse, die den Garten dominieren. Daher solltest du ihren Standort von Anfang an sorgfältig auswählen.

5. Die Vorteile des Kirschlorbeer nutzen

Der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) ist mit seinen lederartigen Blättern keine Konifere, eignet sich aber ebenfalls sehr gut als Heckenpflanze. Er wächst schneller als die meisten Koniferenarten und bildet daher rasch dichte Hecken. Wie die Koniferen, ist auch der Kirschlorbeer immergrün. Im Mai und Juni zeigt er seine kleinen, weissen Blüten, aus denen im Spätsommer schwarze, allerdings giftige Beeren entstehen. Anders als der Name vermuten lässt, ist er kein Lorbeergewächs, sondern gehört in die Verwandtschaft von Kirschen und Pflaumen. Die Wildart stammt aus Kleinasien. Die üblichen Gartensorten erreichen eine Höhe von zwei bis vier Metern, sofern sie nicht zurückgeschnitten werden. Der Kirschlorbeer ist eine robuste, winterharte und pflegeleichte Gartenpflanze.

6. Die passenden Pflanzen, um eine Hecke anzulegen

Da Koniferen immergrün sind, eignen sie sich sehr gut für das Anlegen einer Hecke, die einen schönen, naturnahen Sichtschutz für deinen Garten bildet. Für Hecken eignen sich vor allem solche Koniferenarten, die einen blickdichten Wuchs haben und einen regelmässigen Schnitt gut vertragen, wie Wacholder oder Lebensbaum. Dabei ist es jedoch keineswegs nötig, die Hecke streng in Form zu schneiden: Auch eine wildwachsende Hecke kann sehr schön sein und macht deutlich weniger Arbeit.

7. Was bei der Pflege von Koniferen zu beachten ist

Grundsätzlich kannst du Koniferen im Garten zu jeder Jahreszeit pflanzen. Die beste Zeit ist aber der Spätsommer, etwa um den September herum, wenn es nicht mehr ganz so heiss ist und wieder häufiger regnet. Denn dann hat die Pflanze genug Zeit, vor dem Winter noch ausreichend neue Wurzeln zu bilden und an ihrem neuen Standort gut anzuwachsen. Ein weiterer Vorteil des Herbstes ist, dass du den frisch gepflanzten dann nicht so oft giessen musst. Aber auch der Frühling (April und Mai) sind eine gute Zeit zum Pflanzen von Koniferen; der Frühling als Pflanzzeit hat den Vorteil, dass sich dann schneller neue Wurzeln bilden. Da Koniferen recht gross werden können, musst du beim Pflanzen auf ausreichenden Abstand achten. Abgesehen davon sind Koniferen robuste Pflanzen, die wenig Pflege benötigen. Die meisten sind winterhart und überstehen auch Trockenperioden sehr gut. Zusätzliches Giessen ist nur bei langen Trockenperioden nötig. Daher werden sie von Gärtnern gerne als „Anfängerpflanzen“ empfohlen.

Der Gartenbauvergleich für die Schweiz. Finde die besten Gärtner in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Hainbuche: Richtig anpflanzen, pflegen und schneiden

Die Hainbuche, die auch als Weissbuche oder Hornbaum bezeichnet wird, zählt zur Gattung der Birkengewächse. Damit ist die Pflanze mit den Birken und Haselnüssen verwandt, hat also mit der Buche nur wenig zu tun. In unseren heimischen Gärten ist sie besonders als Hecke sehr beliebt und dient als Sichtschutz. Die pflegeleichte Pflanze macht sich aber auch als alleinstehender Baum im Garten sehr gut. Im Wald können die mittelgrossen Bäume eine Wuchshöhe von bis zu 20 Metern erreichen; die Krone wird bis zu zwölf Meter breit. Wie du die Hainbuche richtig pflanzt und pflegst, erfährst du hier.

Japanischer Ahorn – die besten Tipps zum Anpflanzen, Schneiden und Pflegen

Der Japanische Ahorn begeistert vor allem im Herbst mit seiner intensiven roten Laubfärbung. Der aus den Bergwäldern Japans stammende Baum nimmt daher unter den Ziersträuchern eine Sonderstellung ein. Häufig wird er auch als Feuer- oder Fächerahorn bezeichnet – fälschlicherweise, denn hierbei handelt es sich um eigenständige Sorten. Egal, ob du ihn allein oder gemeinsam mit anderen Sträuchern, im Garten oder im Topf auf dem Balkon pflanzt: Der Japanische Ahorn ist immer eine Augenweide und noch dazu angenehm pflegeleicht. Wir du ihn richtig pflanzt, schneidest und in Form hältst, erfährst du hier.

Birkenfeige: Richtig anpflanzen, schneiden, vermehren und pflegen

Kaum eine andere Zimmerpflanze ist so beliebt wie der Ficus benjamina, wie die Birkenfeige mit wissenschaftlichem Namen heisst. So wie Kräuter in jede Küche gehören, gehört er gewissermassen in jedes Büro. Und tatsächlich ist er in den meisten Wohnungen und Büros zu finden. Obwohl die Birkenfeige als pflegeleicht gilt und viele Fehler verzeiht, solltest du doch einiges beachten, damit sie als schöne, stattliche und gesunde Zimmerpflanze deine Wohnung oder deinen Arbeitsplatz ziert. Hier findest du die sieben wichtigsten Punkte – vom Anpflanzen bis zum Vermehren und Pflegen.

Gartenmöbel für die gemütliche Oase im Grünen

Gemütliche Gartenmöbel laden nicht nur zum Entspannen und Relaxen ein, sondern sorgen auch für wunderbare Grillabende und unvergessliche Stunden mit Familie und Freunden. Welche Möbel die richtigen für Terrasse oder Balkon sind, ist nicht nur abhängig von den Platzverhältnissen, sondern auch von deinen persönlichen Bedürfnissen und Anforderungen. So sind Möbelstücke, die das ganze Jahr ohne Überdachung im Freien stehen, weitaus grösseren Belastungen ausgesetzt als Möbelstücke, die lediglich in den Sommermonaten auf einem überdachten Balkon genutzt werden. Doch welche unterschiedlichen Optionen gibt es, welche Materialien eignen sich für wen und was gilt es beim Kauf von Gartenmöbeln zu beachten?

Unkrautvernichtung – diese Mittel machen es leicht

Unkräuter stören die Idylle des Gartens. Sie passen nicht in das Bild liebevoll gepflegter Blütenbeete und perfekter Rasenflächen. Noch schlimmer: Sie ernähren sich von Wasser und Nährstoffen, die eigentlich für das Gedeihen der Gartenpflanzen erforderlich sind. Dadurch verdrängen sie unsere mühsam gezogenen Stauden und verunstalten Fugen und Wiesen. Unkrautvernichtung ist deshalb ein essenzieller Bestandteil des Gärtnerns. Unkräuter haben neben ihrem Störfaktor jedoch noch eine andere Seite. Sie sind oft Heilkräuter und eignen sich für gesunde Tees und Salate. Je zeitiger du mit der Bekämpfung beginnst, umso weniger Arbeit bereitet dir das Unkraut in der Zukunft.

Lavendel schneiden und richtig pflegen

Lavendel ist eine der typischen Pflanzen des Mittelmeerraums und seit Jahrtausenden als Heilpflanze und Aromalieferant bekannt. Bei richtiger Pflege ist Lavendel eine pflegeleichte und dankbare Pflanze für jeden Garten und gibt ihm eine einzigartig mediterrane Ausstrahlung. Wie du die alte Kulturpflanze richtig pflegst und schneidest, erfährst du in diesem Artikel.