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Knoblauch pflanzen und ernten

Knoblauch pflanzen und ernten

Knoblauch gehört für viele in der Küche einfach dazu. Mit der aromatischen Knolle kannst du unzählige Speisen aromatisieren. Zwar ist Knoblauch bei manchen Menschen wegen des Geruchs unbeliebt, doch in der griechischen oder türkischen Küche gehört er einfach dazu. Aioli oder Zaziki ohne Knoblauch – undenkbar! Auch solltest du nicht vergessen, dass die Gewürzpflanze sehr gesund ist. Grund genug also, über den Anbau im heimischen Garten oder auf dem Balkon nachzudenken.

1. Knoblauch im eigenen Garten anpflanzen: Mit diesen Tipps gelingt es

Zunächst gilt es, den richtigen Standort für den Knoblauch zu finden. Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen und warmen Platz, der ruhig ein wenig windig sein darf. Der Grund: So wird die Knoblauchfliege, die zu den bekanntesten Schädlingen des Knoblauchs zählt, vertrieben. Der Boden sollte möglichst locker und nicht sandig, nass oder zu schwer sein. Unterschieden wird zwischen den Sorten Winter- und Frühjahrsknoblauch. Letztgenannter wird zwischen Mitte Februar und Mitte April in das Beet gesetzt. Die Knollen des Winterknoblauchs sind etwas grösser; für Gartenanfänger aber ist der Frühjahrsknoblauch besser geeignet.

2. Zehen pflanzen: So gehst du am besten vor

Beim Knoblauch hast du die Möglichkeit, entweder die Knoblauchzehe selbst oder die sogenannten Bulbillen zu pflanzen. Bei Letzteren handelt es sich um kleine Brutzwiebeln, die sich am Schaft bilden. Das Pflanzen dieser Bulbillen hat einen deutlichen Nachteil. Im ersten Jahr bilden sie zunächst Rundlinge, so dass du erst im zweiten Jahr nach dem Pflanzen mit einem Ertrag rechnen kannst. Einfacher ist es, die Knoblauchzehen selbst etwa zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde zu bringen. Als Pflanzzeit eignen sich die Herbstmonate September und Oktober ebenso wie der Februar und der März.

3. Der richtige Anbau Schritt für Schritt

Hast du nun einen geeigneten Standort gefunden und dich für eine der Methoden entschieden, spannst du am besten eine Pflanzleine. Sie sorgt dafür, dass die Knoblauchreihe später gerade wird. Zuvor solltest du die Erde ausreichend gelockert haben. Ein Düngen mit Kompost kann ebenfalls nicht schaden. Ein abgeerntetes Kartoffelbeet im Garten eignet sich ideal für den Anbau von Knoblauch. Natürlich kannst du aber auch deinen Rasen vertikutieren und den Knoblauch hier pflanzen. Steck nun die Zehen in einem Abstand von etwa 15 Zentimetern zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde. Je nach Witterung sollte dein Knoblauch dann bereits ab Ende April erntereif sein.

4. Diese Tipps gilt es bei der Ernte zu beachten

Wann es Zeit für die Ernte ist, erkennst du gut. Dann nämlich verfärben sich die Stängel von Grün nach Gelb. Spätestens wenn das obere Drittel des Laubes welk ist, ist es Zeit für die Ernte. Auch wenn sich die Zehen deutlich von ihrer Hülle abzeichnen, ist dies ein Indiz für ihre Erntebereitschaft. Meist ist es Ende Juni bis Mitte Juli soweit. Das gilt zumindest für den Winterknoblauch. Der Frühjahrsknoblauch wird etwas später reif. Wichtig ist, dass die Knollen noch geschlossen sind, damit die einzelnen Zehen nicht herausfallen. Die geschlossenen Knollen hängst du am besten kopfüber an einem trockenen, kühlen und schattigen Ort auf. So halten sie sich sechs bis acht Monate lang.

5. Schädlinge und Krankheiten beim Knoblauch

Grundsätzlich ist der Knoblauch recht resistent gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Achte beim Anbau darauf, dass du ihn nicht in der Nähe von Lauch, Schnittlauch oder anderen Zwiebelgewächsen pflanzt. Diese Pflanzen werden schnell von der Lauchminierfliege befallen. Auch vor der Knoblauchfliege ist der Knoblauch nicht gefeiht.

6. Tipps für die Pflege

Knoblauch ist nicht sehr pflegeintensiv, wenn du die wichtigsten Tipps berücksichtigst. Hast du beim Pflanzen ausreichend Kompost über das Beet gegeben, benötigt der Knoblauch in den folgenden Wochen keinen zusätzlichen Dünger. Erst in der Hauptwachstumsphase im Mai kannst du den Boden bei Bedarf düngen; Brennnesseljauche eignet sich dafür hervorragend. Übertreibe es beim Giessen nicht und benetze keinesfalls die Blätter. Übrigens: Wenn dir Knoblauch nicht so zusagt, kannst du gerne auf Bärlauch zurückgreifen; der Geschmack ist recht ähnlich.

7. Darum solltest du reichlich Knoblauch in deiner Küche verwenden

In griechischen Gerichten wie Tsatsiki oder Gyros gehört Knoblauch unbedingt hinein, denn nur so erlangst du den typischen mediterranen Geschmack. Doch auch heimisches Gemüse wie Spinat kannst du mit einer Knoblauchzehe geschmacklich aufwerten. Die positive Wirkung auf die Gesundheit verdankt der Knoblauch der Schwefelverbindung Allicin. Sie ist auch für den charakteristischen Geruch verantwortlich. Folgende Wirkungen konnten im Knoblauch nachgewiesen werden:

  • wirkt antioxidativ
  • kann bei Herz-Kreislauferkrankungen helfen
  • stärkt das Immunsystem
  • schützt den Darm
  • stärkt die Knochen

Vielleicht möchtest du aber auch eine Knoblauch-Zitronen-Kur ausprobieren. Sie soll Kalkablagerungen im ganzen Körper beseitigen und daher sehr gesund sein. Übrigens: Magst du Knoblauch in seiner rohen Form nicht, kannst du auch auf Knoblauchpräparate wie Dragees aus der Apotheke zugreifen. Diese haben den wesentlichen Vorteil, dass du keine Angst vor unangenehmen Mund- und Körpergeruch haben musst.

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