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Steingärten – spannende Nachbildung der Hochalpen und ihrer aussergewöhnlichen Flora

Steingärten – spannende Nachbildung der Hochalpen und ihrer aussergewöhnlichen Flora

Steingärten orientieren sich an der Flora von Gebirgsregionen wie den Hochalpen, die für Schotterflächen und karge Bedingungen bekannt sind. Deshalb sind die dort vorkommenden Gewächse spannende Überlebenskünstler. Steingärten sind leicht zu pflegen und bieten bei richtiger Gestaltung Lebensräume für seltene Pflanzen und heimische Tierarten. Steingärten profitieren von geneigten Flächen, sodass sie sich hervorragend in ansteigenden Gärten verwirklichen lassen. Kleine Treppen und steinerne Wege führen den Besucher an verschiedenen Steinbeeten und Ebenen vorbei. In einem gut durchdachten Steingarten kannst du seltene Alpengewächse wie Edelweiss und Enzian bewundern. Klassische Steingärten stehen im Gegensatz zur Steinwüste, die kaum Lebensräume bietet.

Was sind Steingärten?

Der Steingarten ist ein besonderer Gartentyp, in dessen Aufbau und Ökologie Steine eine tragende Rolle spielen. Typisch ist ein steinerner Untergrund mit Kieseln und Felsbrocken. Ein klassischer Steingarten orientiert sich an der Flora der Alpenwelt und versucht sie nachzubilden. Dies gelingt, indem du die Bedingungen des Steingartens denen der Hochalpen annäherst. Neben der Gebirgsflora lassen sich auch Heiden nachempfinden. Eine Sonderform ist das Alpinum, das viel Erfahrung oder akribische Planung erfordert. Im Alpinum finden seltene Arten der Hochalpen einen Lebensraum. Der Steingarten passt vor allem zu Gewächsen, die Trockenheit gut vertragen. Neben interessanten Pflanzen bietest du in einem gut durchdachten Steingarten auch gefährdeten Tieren einen Lebensraum.

Was sind Steinwüsten?

Steinwüsten unterscheiden sich grundlegend vom klassischen Steingarten, auch wenn sie auf den ersten Blick Ähnlichkeiten aufweisen. Sie finden sich oft in Vorgärten ohne Zäune vor dem Haus und sind eine relativ neue Erscheinung. Steinwüsten bestehen üblicherweise aus einer gleichmässigen Kies- oder Splittfläche, manchmal mit farblichen Mustern oder Abstufungen. Auf dieser Kiesfläche finden sich oft einzelne grosse Findlinge und Formgewächse wie Buchsbaum, nicht selten im Pflanztopf. Dadurch sehen diese Gärten während aller Jahreszeiten gleich aus und suggerieren Pflegeleichtigkeit. Doch auch in Steinwüsten musst du Laub und Fremdkörper aus der Kiesfläche entfernen und gelegentlich Unkraut jäten. Grosser Nachteil dieser Gärten ist, dass sie heimischen Tieren keinen Lebensraum bieten und nicht zur Artenvielfalt beitragen.

Wie erfolgt die Anlegung der Steingärten?

Für deinen Steingarten eignet sich eine Fläche mit leichtem Gefälle besonders gut, denn dadurch fliesst Wasser besser ab. Nachdem du die Grösse des Steingartens festgelegt hast, trägst du die oberste Bodenschicht ab. Danach füllst du die Fläche mit Bauschutt oder Erde auf, die viel Gestein enthält. Nun kannst du ein Vlies gegen Unkräuter auslegen. Die obere Schicht bilden nährstoffarme Erde oder Kiesel. Hier verteilst du nach Belieben Felsbrocken und Findlinge in verschiedenen Grössen. Auf Wunsch kannst du kleine Hügellandschaften formen, die dem Gebirge nachempfunden sind. Kleine Mauern und Treppen strukturieren den Steingarten auf attraktive Weise. In Schottergärten darf sich keine Staunässe bilden, weshalb eine funktionierende Entwässerung essenziell ist. Eine südliche bis südwestliche Exposition ist praktisch, aber nicht zwingend notwendig. Liegt dein Steingarten eher schattig, achte auf die Auswahl von schattenverträglichen Gewächsen.

Welche Steine passen in einen Steingarten?

Bei der Gartengestaltung von Schottergärten versuchst du, eine Gebirgslandschaft nachzubauen. Deshalb passen Schotter, Kies und Splitt sowie Findlinge und Felsen gut in diesen Garten. In den Alpen kommen oft kalkhaltige Untergründe vor, an die die Flora angepasst ist. Wenn du dir diese typischen Alpenpflanzen in deinem Steingarten wünschst, sollten die Eigenschaften des Gesteins dazu passen. Hierzu eignen sich zum Beispiel Mineralschotter mit ein wenig Sand. Andere Gewächse mögen saure Erde, sodass Silikatgestein im Garten dominieren sollte. Nicht zuletzt kannst du Gestein in bestimmten Farben wählen, wobei Farbkiesprodukte zum Experimentieren verführen. Da sich deine Gartenanlage jedoch an einem natürlichen Vorbild orientiert, empfiehlt es sich, keine kunterbunte Mischung herzustellen.

Welche Pflanzen gehören in Steingärten?

Der Steingarten eignet sich für verschiedenste Gewächse. Am besten entscheidest du dich zunächst, welche Art von Bepflanzung du dir wünschst. Infrage kommen blühende Stauden, Gewächse mit interessanten Blättern oder Exemplare der seltenen Alpenflora. Der Standort und die Sonneneinstrahlung spielen eine wichtige Rolle. Auf sonnenexponierten Lagen kannst du andere Arten anpflanzen als in schattigen Gärten. Legst du ein Alpinum an, kommen Edelweiss, Enzian und Glockenblume infrage. Auch Kräuter wie Salbei, Lavendel und Thymian eignen sich hervorragend für den Steingarten.

Welcher Sichtschutz eignet sich für Steingärten?

Als Sichtschutz im Steingarten sind verschiedene Lösungen denkbar. Steinerne Mauern fügen sich optisch gut ins Bild ein. Auch bewachsene Zäune und Rankgitter verdecken die Sicht auf den Garten. Möglich ist zudem eine Abgrenzung durch immergrüne Hecken wie Thuja oder Buchsbaum. Achte dabei auf den Schattenwurf, damit sonnenliebende Gewächse in deinem Steingarten gut gedeihen.

Wie erfolgt die Pflege der Schottergärten?

Mit einigen Tipps ist die Gartenpflege deines Steingartens simpel und rasch erledigt. Viele alpine Gewächse sind sehr widerstandsfähig und benötigen deshalb auch nur wenig Pflege. Schnittpflege und Dünger sind daher nur selten nötig. Auch Unkraut ist im Steingarten meist nur ein kleines Problem. Lediglich Laub ist von den Steinflächen abzusammeln. Um bemoostes Gestein zu vermeiden, entfernst du Moose gelegentlich.

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