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Mehltau bekämpfen: Befall schnell behandeln und dauerhaft loswerden

Mehltau bekämpfen: Befall schnell behandeln und dauerhaft loswerden

Mehltau ist eine der am häufigsten auftretenden Pflanzenkrankheiten. Dabei handelt es sich um einen Sammelbegriff für alle Erkrankungen, die durch Pilze ausgelöst werden. Rosen sind besonders häufig betroffen. Doch auch andere Nutz- und Zierpflanzen können vom Mehltau befallen werden. Immerhin sind etwa 100 verschiedene Arten der Krankheit bekannt, wobei der Echte und der Falsche Mehltau am häufigsten vorkommen. Wenn deine Pflanzen befallen sind, erkennst du die Krankheit recht eindeutig an dem weissen Belag auf den Blättern. Da dieser etwas an Mehl erinnert, ist der Name Mehltau entstanden. Wie du den Störenfried vermeidest und gegebenenfalls wieder loswirst, erfährst du hier.

1. Echter Mehltau: Die am häufigsten auftretende Art

Obwohl es vom Mehltau etwa 100 verschiedene Arten gibt, ist der sogenannte Echte Mehltau der bekannteste. Bei ihm handelt es sich um einen sogenannten Schönwetterpilz, der bei warmen Temperaturen auftritt. Das Pilzgeflecht, das sich auf der Oberseite der Blätter ausbildet, benötigt zur Keimung eine Temperatur von mindestens zehn Grad Celsius. Neben den Rosen, die besonders häufig betroffen sind, können auch folgende Pflanzen von ihm befallen werden:

  • Gurken
  • Möhren
  • Astern
  • Stachelbeeren

Es können also nicht nur Zierpflanzen, sondern auch Nutzpflanzen wie Gemüse befallen sein.

2. Mehltau auf Pflanzen erkennen

Den Echten Mehltau erkennst du an einem weisslichen Belag, der sich leicht abwischen lässt. Er ist sowohl auf den Blattoberseiten als auch auf den Blüten zu finden und wird im Lauf der Zeit bräunlich. Neben dem Echten Mehltau gibt es auch noch den Falschen Mehltau. Dieser Schlechtwetterpilz breitet sich bevorzugt bei Feuchtigkeit aus und ist häufig bei folgenden Pflanzen zu finden:

  • Kopfsalat
  • Rettich
  • Radieschen
  • Schwarzwurzeln
  • Weinreben
  • Spinat

Anders als beim Echten Mehltau sind beim Falschen Mehltau beide Blätterseiten, also auch die Blattunterseite, betroffen. Gelbliche Flecken auf der Blattoberseite sind ebenfalls charakteristisch für die Pflanzenkrankheit.

3. Rosen effektiv behandeln

Hast du Mehltau auf deinen Rosen entdeckt, solltest du schnell handeln. Breitet er sich nämlich aus, können ganze Teile der Pflanze absterben. Die bereits befallenen Pflanzenteile können nicht mehr gerettet werden und sind komplett zu entfernen. Entsorge sie am besten über den Hausmüll; gib sie keinesfalls auf den Kompost.

4. Mehltau ohne chemische Keule mit Hausmitteln bekämpfen

Du hast Probleme mit Mehltau im Garten, möchtest ihn aber mit möglichst natürlichen Mitteln bekämpfen? Kein Problem, denn es gibt einige wirksame Hausmittel. Eine Behandlung mit Milch hat sich bestens bewährt. Mische einfach Milch mit Wasser in einem Verhältnis von 1:8. Verwende am besten Rohmilch und keine H-Milch. Mit diesem Gemisch besprühst du die Pflanze alle paar Tage. Ein Sud aus Ackerschachtelhalmkraut, Knoblauch oder anderen Kräutern hat sich ebenfalls als natürliches Spritzmittel bewährt. Im Fachhandel sind natürlich auch diverse Mittel für den Pflanzenschutz erhältlich, die besonders wirksam und leicht in der Anwendung sind. Hausmittel dagegen sind kostengünstig, da man die benötigten Zutaten sowieso im Haus hat. Ein weiterer natürlicher Feind des Mehltaus ist der Marienkäfer. Auf dem Speiseplan dieser Nützlinge stehen neben dem Pilz auch Blattläuse.

5. Mehltau im Garten vorbeugen: So geht’s!

Damit du dich gar nicht erst mit der Bekämpfung des Mehltaus beschäftigen musst, kannst du ihm vorbeugen. Am besten ist es natürlich, wenn du beim Pflanzen von vornherein resistente Sorten verwendest. Auch solltest du darauf achten, dass die einzelnen Pflanzen nicht zu eng beieinander stehen. Der Falsche Mehltau entsteht bei Feuchtigkeit. Vermeide es also, die Blätter zu giessen, sondern wässere immer nur unten. Hat sich Unkraut zwischen deinen Pflanzen gebildet, entferne es so schnell wie möglich. Hier breitet sich der Mehltau besonders gerne aus und geht dann auf die Nutz- oder Zierpflanzen über.

6. Die Ursachen für die Pilz Erkrankung

Ganz sich kannst du einem Mehltaubefall leider nicht vorbeugen. Selbst wenn du deinen Garten pflegst, kann es zu der Pilzerkrankung kommen. Jedoch gibt es einige Pflegefehler, die eine Entstehung begünstigen. Eine Überdüngung etwa kann als Auslöser für den Mehltau in Frage kommen. Im Handel erhältliche Düngemittel enthalten Stickstoff – er fördert die Pilzbildung. Auch beim Wässern kannst du einiges falsch machen. Giesse grundsätzlich nur den unteren Bereich der Pflanze und brause nie die Blätter komplett ab. Am besten wässerst du deine Pflanzen morgens. Giesst du sie am Abend, besteht die Gefahr, dass die Feuchtigkeit nicht verdunstet und sich staut; ein idealer Nährboden für den Falschen Mehltau.

7. Weitere Tipps und Tricks gegen den Mehltau

Besonders beim Pflanzen solltest du einige grundlegende Dinge beachten. Reichere den Boden am besten mit etwas Kompost oder Humus an. Letztgenannter macht die Pflanzen insgesamt kräftiger und widerstandsfähiger gegenüber Pilzerkrankungen. Vor dem Pflanzen von Gemüse solltest du das Beet zunächst gründlich abernten. Das gilt vor allem bei Kartoffeln. Befindet sich noch alte Ernte in der Erde, kann sie erneut keimen. Dies erhöht die Gefahr sowohl der Mehltau- als auch der Schädlingsbildung.

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