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Ölweiden als robuste Gartenzierde für mediterranes Flair

Ölweiden als robuste Gartenzierde für mediterranes Flair

Ölweiden sind ebenso robuste wie dekorative Gartenpflanzen, die kaum Pflege benötigen und an einer Vielzahl von Standorten gut gedeihen. Sie geben jedem Garten eine herrlich mediterrane Anmutung und locken mit ihren duftenden Blüten Bienen an. Manche Sorten lassen sich auch gut als sichtschützende Hecke kultivieren. Wie du die Pflanzen am besten pflegst und schützt, erfährst du hier.

1. Wissenswertes über Ölweiden oder Elaeagnus

Die Ölweiden (Elaeagnus) sind eine Gattung innerhalb der Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae), zu der rund 45 verschiedene Arten gehören. Sie kommen in Südeuropa, Nordamerika und Asien vor und besiedeln dort trockene, heisse Standorte wie Buschland, Steppen und sogar Halbwüsten. Mit ihrer hohen Widerstandsfähigkeit sind diese Laubgehölze auch als Gartenpflanzen interessant: Von langer Trockenheit über direkte Sonne und kargen Böden bis hin zu hoher Luftverschmutzung vertragen die Ölweiden so ziemlich alles. Daher empfehlen Gärtner sie für problematische Standorte, an denen die meisten anderen Pflanzen nicht gut gedeihen, etwa in innerstädtischen Bereichen. Sie wachsen gut auf steinigem und sandigem Boden, der pH-Wert ist ihnen egal, nur ständige Nässe mögen die Gewächse nicht. Durch eine Symbiose mit Bakterien sind Ölweiden in der Lage, Stickstoff aus der Luft zu binden und für andere Pflanzen verfügbar zu machen. Daher eignen sie sich gut als Pionierpflanzen für die Begrünung karger Böden.

2. Ölweiden als Sträucher und Bäume

Ölweiden bilden Sträucher oder kleine Bäume von zwei bis sieben Metern Höhe. Die Blätter haben eine breit-elliptische bis lanzettliche Form. Auf der Unterseite besitzen sie feine Härchen als Verdunstungsschutz, was ihnen eine silbrige Färbung verleiht. Mit ihrer südländischen Anmutung verleihen Ölweiden jedem Garten ein mediterranes Flair. Sie lassen sich als formschöne Solitärgehölze, aber auch in kleinen Gruppen pflanzen. Mit ihrem silbrigen Laub bilden sie einen schönen Kontrast zu grünblättrigen Pflanzen wie etwa Kirschlorbeer.

3. Eleagnus-Arten für den Garten

Für den Garten sind bei uns fünf Arten üblich:

  1. Die Schmalblättrige Ölweide (Elaeagnus angustifolia) ist die am weitesten verbreitete Art. Sie wächst meist in Strauchform und kann bis zu sieben Meter hoch werden – schon nach wenigen Jahren hat sie ihre maximale Höhe erreicht und wächst danach mehr in die Breite. Ihre kleinen, zart duftenden gelben Blüten locken Bienen und andere bestäubende Insekten in den Garten. Ihr Früchte erinnern an Oliven und sind essbar, im Orient wird die Schmalblättrige Ölweide deshalb sogar angebaut.
  2. Die Vielblütige Ölweide (Elaeagnus multiflora) bildet nach der Blütezeit kleine Beeren, die bei Vögeln sehr beliebt sind.
  3. Die Silber-Ölweide (Elaeagnus commutata) stammt aus Nordamerika und hat eine aufrechte, breitbuschige Form. Von Mai bis Juni zeigt sie ihre silbrigen, glockenförmigen Blüten.
  4. Die Buntlaubige Ölweide (Elaeagnus pungens) bleibt mit einer Wuchshöhe von zwei Metern recht klein und kann daher sogar in einen Kübel gepflanzt werden. Sie hat besonders dekorative grüne Blätter mit gelbem Rand.
  5. Die Wintergrüne Ölweide (Elaeagnus x ebbingei) ist eine Hybridform aus der Grossblättrigen Ölweide (Elaeagnus macrophylla) und der Dornigen Ölweide (Elaeagnus pungens). Mit den dekorativen Blättern und der späten Blütezeit im Oktober und November ist diese Sorte eine sehr schöne und beliebte Gartenpflanze, die mit maximal drei Metern Wuchshöhe nicht allzu gross wird. Ihre breiten, ledrigen Blätter bleiben normalerweise das ganze Jahr an der Pflanze, nur in sehr harten Wintern fallen sie ab.

4. Elaeagnus als Blütenzierde

Schöne Blüten haben vor allem die Schmalblättrige Ölweide und die Wintergrüne Ölweide. Letztere Sorte ist vor allem durch ihre späte Blütezeit im Oktober und November interessant. Auch die Vielblütige Ölweide hat sehr schöne, weisse Blüten, die herrlich duften und in kleinen Büscheln wachsen.

5. Ölweiden als Heckenpflanzen

Vielblütige, Buntlaubige und Wintergrüne Ölweide lassen sich in Form schneiden und eignen sich daher auch gut als Heckenpflanze. Vor allem die Wintergüne Ölweide ergibt mit ihrem dichten, feinblättrigen Laub einen sehr guten Sichtschutz. Die Schmalblättrige Ölweide eignet sich dagegen nicht als Hecke, sie erreicht ihre schönste Form, wenn du sie als Solitärgehölz pflanzt und frei wachsen lässt.

6. Die richtige Pflege für die Gewächse

  • Ölweiden sind ausgesprochen pflegeleichte und anspruchslose Gartenpflanzen, die lange Trockenheitsperioden gut vertragen und auch gegen Schädlinge weitgehend resistent sind. Die Wintergrüne Ölweide kann bei sehr langen Trockenperioden allerdings ihr Laub abwerfen und sollte daher gelegentlich gewässert werden, wenn es längere Zeit nicht regnet.
  • Ein regelmässiger Rückschnitt ist bei Ölweiden nur dann nötig, wenn du sie als Formgehölze, etwa als Hecke, ziehen willst. Möchtest du sie in Form schneiden, solltest du das im zeitigen Frühjahr machen und darauf achten, dass du nicht ins alte Holz schneidest, denn das vertragen diese Pflanzen nicht gut.
  • Obwohl Ölweiden aus warmen Gebieten stammen, sind die meisten Arten winterhart. Nur die Buntlaubige Ölweide solltest du vor Frost schützen. Eine gute und einfache Möglichkeit ist, den Wurzelbereich im Herbst mit einer Schicht Laub abzudecken. Die Krone kannst du mit einem Wintervlies schützen.

7. Ölweiden selbst vermehren

Alle Ölweidenarten kannst du recht einfach durch Samen in kleinen Töpfen selbst vermehren. Für die sortenreine Vermehrung ist allerdings die Kultivierung von Stecklingen die bessere Wahl.

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