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Prachtkerze: Die Gaura richtig pflanzen, schneiden, pflegen

Prachtkerze: Die Gaura richtig pflanzen, schneiden, pflegen

Mehr als tausend Sorten umfasst die Pflanzenfamilie der Onagraceae. Zu diesen vielfältigen Gartenschönheiten gehört die Prachtkerze. Unter klingenden Namen wie „Whirling Butterflies“ oder „Summer Breeze“ werden die zarten, intensiv bunten Stauden angeboten. Die filigranen Blüten erstrahlen über viele Monate, das macht den Dauerblüher trotz gewisser Ansprüche zur beliebten Gartenpflanze. Neben Kletterpflanzen, als Lückenfüller im Staudenbeet mit anderen Stauden oder am Rand verschiedener Gehölze sorgt die Prachtkerze für Farbe. Die sieben wichtigsten Tipps zur Anpflanzung, zu Pflege und Schneiden haben wir dir in unserem Artikel zusammengestellt.

1. Erste Schritte: Standort wählen, Boden vorbereiten

Im späten Frühjahr ist die richtige Zeit gekommen, die Prachtkerze in den Garten zu setzen. So hat sie genug Zeit, um bis zum kalten Winter starke Wurzeln auszubilden. Für die anspruchsvolle Schmetterlingsblume wählst du einen sonnigen, warmen Standort. Frost verträgt sie nicht, deshalb warte auf jeden Fall den letzten Nachtfrost ab! Setzt du mehrere Stauden ins Beet, benötigst du zwischen den Pflanzlöchern einen Abstand von etwa vierzig Zentimetern. Hier hebst du nun passende Löcher aus, etwa so tief, wie der Topf deiner jungen Staudenpflanze hoch ist. In die Pflanzgrube hinein kommt etwas Sand und Kompost. Ein durchlässiger Boden verhindert Nässe: So verhinderst du, dass die Stauden anfällig für Krankheiten und Schädlinge werden.

2. Einsetzen und pflegen: Die Stauden werden heimisch im Garten

Nach diesen Vorbereitungen topfst du die Staude aus und setzt sie in die vorbereitete Grube.

  1. Vorsichtig Erdreich rund um den Wurzelballen geben und andrücken.
  2. Obenauf gibst du Kies oder Splitt als Mulchschicht: Dieses Material hält zusätzlich Wärme im Boden, darüber freut sich die Prachtkerze besonders.
  3. Damit sie schnell und kräftig heranwächst, tut ihr Wärme gut: Neben den Sonnenstrahlen fördert auch die Isolierschicht die Erwärmung des Erdreichs. Die Folge: Eine mit zahlreichen Blüten überzogene, kräftige Staudenpflanze für viele Monate.
  4. Im letzten Schritt alles Material ein wenig festdrücken und angiessen.

3. Gaura wässern: So giesst du die Pflanzen richtig

Damit die Gaura ihre Wurzeln fest im Erdreich verankern kann, braucht sie trotz sonniger Tage genügend Feuchtigkeit. Deshalb gilt es in den nächsten Wochen, die Entwicklung aufmerksam zu beobachten und bei Bedarf zu wässern. Immer dann, wenn die Oberfläche getrocknet ist, braucht die Pflanze Nachschub. Ist die Prachtkerze einmal fest verwurzelt, benötigt sie nur bei Trockenheit zusätzliches Wasser, verlangt aber keine durchgehende Feuchtigkeit mehr wie am Anfang.

4. Düngen: Nährstoffe für strahlend schöne Blüten

Je nach den Bedingungen, die der Boden im Garten bietet, braucht die Prachtkerze keinen zusätzlichen Dünger. Die Gaura mag sandige, trockene Böden. Durchlässig und mager darf der Untergrund gerne sein. Auch an Gehölzrändern, wo der Boden etwas humoser ist, gedeiht die Prachtkerze bestens. Je nach Sorte erreicht sie unter guten Bedingungen über 1,20 Meter Wuchshöhe. Deshalb passt sie ins Staudenbeet als Hintergrundbepflanzung bestens. Topfpflanzen auf dem Balkon solltest du etwa einmal im Monat düngen, damit genügend Nährstoffe vorhanden sind. Im Kübel setzt du die Pflanze in ein Gemisch aus Sand, Splitt oder Lavagranulat plus Blumenerde, im Verhältnis etwa 60 Prozent Blumenerde zu 40 Prozent Sandgemisch.

5. Schneiden: So klappt der Rückschnitt nach der Blütezeit

Ein dichtes Blütenmeer im Staudenbeet bietet die Gaura, je nach Sorte, von Juli bis in den Oktober hinein. Während dieser Zeit schneidest du vertrocknete und verwelkte Pflanzenteile und Blüten heraus, weiter braucht die Staude keine Pflege. Das „Ausputzen“ sorgt dafür, dass die Gaura genug Energie und Platz hat, um schnell weitere Blüten auszubilden. Ist die Blütezeit vorüber, schneidest du die ganze Pflanze auf etwa zehn Zentimeter über dem Boden herunter.

6. Überwintern: Schütze deine Prachtkerze vor der kalten Jahreszeit

Prachtkerzen sind nur bedingt winterhart, manche Sorten gar nicht. Deshalb braucht der Dauerblüher etwas Winterschutz. Nach dem Schneiden im Herbst deckst du das Beet deshalb mit einer dicken Schicht Laub, Stroh oder Reisig ab. Diese wirkt isolierend und schützt die empfindlichen Pflanzen vor dem Frost. Auch ein spezielles Gartenvlies taugt als Frostschutz-Massnahme. Schmetterlingsblumen im Balkonkübel schneidest du ebenfalls zurück und bringst sie in ein kühles, aber frostfreies Winterquartier im Haus. Hier solltest du die Wurzeln etwa einmal pro Woche giessen, damit sie nicht völlig austrocknen.

7. Vermehren: Aus einer Pflanze wird ein blühendes Beet

Die Prachtkerze ist keine besonders langlebige Staude. Das Teilen von Wurzelballen hat deshalb meist keinen Erfolg. Vielversprechender ist es, im Mai auszusäen. Im Gewächshaus oder unter Glas klappt die Vermehrung auch ganzjährig. Bis zur Keimung dauert es bei 20 Grad Temperatur etwa zwei Wochen, pikieren kannst du die zarten Pflänzchen nach ungefähr sechs Wochen. Achte darauf, die Saatschale für deine Samen stets feucht, aber nicht richtig nass zu halten.

So wird die Saat gelegt:

  • Saatschale oder flache Tonschale mit einer Mischung aus Sand und Torf füllen
  • Saatgut ausstreuen
  • eine dünne Schicht Substrat obenauf geben und mit Wasser befeuchten
  • regelmässig besprühen, um das Substrat feucht zu halten.

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