Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Gärtner in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Pfaffenhütchen richtig pflanzen und schneiden

Pfaffenhütchen richtig pflanzen und schneiden

Das Pfaffenhütchen, auch als Gewöhnlicher Spindelstrauch bekannt, wurde im Jahr 2006 zur Giftpflanze des Jahres gewählt. Das sollte dich aber nicht davon abhalten, den Strauch in deinem Garten anzupflanzen. Weltweit sind etwa 175 Sorten der Pflanze bekannt, wobei sie allesamt auf der Nordhalbkugel heimisch sind. Neben den Sträuchern gibt es das Pfaffenhütchen auch als Stauden und Kletterpflanzen. Das Europäische Pfaffenhütchen ist die einzige bei uns vorkommende Art, die sowohl im Tiefland als auch in den Alpen gedeiht.

1. Wissenswerte Informationen zu den Pflanzen

Das Pfaffenhütchen zählt zu den am häufigsten vorkommenden einheimischen Pflanzen. Charakteristisch für die Spindelbaumgewächse ist das sehr zähe Holz. Früher wurde die Rinde für die Herstellung von Stricknadeln und Orgelpfeifen benutzt. Heute erfreut man sich stattdessen an den bunten Früchten und der sehr schönen Laubfärbung im Herbst. Auffällig ist zudem die stark ausladende Krone mit einer dichten Verzweigung.

2. Pfaffenhütchen richtig pflanzen und pflegen

Hast du dich für den Spindelbaum entschieden, solltest du wissen, dass er eine Höhe von drei bis vier Metern erreichen kann. Charakteristisch sind die zahlreichen Ausläufer, die sich schnell vermehren. Aus diesem Grund solltest du den Strauch nicht mit Stauden unterpflanzen. Auf kalkhaltigem und trockenem Boden gedeiht die Pflanze am besten. Doch auch auf anderen Bodenarten wächst der Strauch zuverlässig. Achte auf einen sonnigen bis halbschattigen Standort; hier fühlt sich das Pfaffenhütchen am wohlsten. Je sonniger der Platz ist, desto intensiver wird die Herbstfärbung ausfallen. Du kannst den Strauch das ganze Jahr über pflanzen, solange der Boden nicht gefroren ist. Vor allem die immergrünen Sorten kannst du regelmässig beschneiden. Sie vertragen auch einen Schnitt bis in das alte Holz. Über den Winter musst du dir keine Gedanken um deinen Strauch machen, denn das Pfaffenhütchen ist winterfest.

3. Die leuchtend roten bis rosafarbenen Früchte

Eines der wesentlichen Pflanzenteile sind die optisch sehr ansprechenden Früchte. Etwa im August springen die Fruchtkappen auf und geben die Samen frei. Während dieser Blütezeit sind die Früchte Nahrung für Vögel wie Rotkehlchen oder Drosseln. Die rosa Früchte erinnern von ihrer Form her ein wenig an die Kopfbedeckung von Pfarrern; so ist der Name der Pflanze entstanden.

4. Natürliche Feinde des Spindelstrauchs

Die Schwarze Bohnenlaus und die Gespinstmotte sind Schädlinge, die du häufig an deinem Euonymus feststellen wirst. Die Raupen der Gespinstmotte schaffen es, den Strauch komplett kahl zu fressen. Allerdings musst du dich deshalb nicht grämen, denn er treibt später wieder aus. Auch ist die Pflanze anfällig für den Echten Mehltau. Die Pflanzenkrankheit erkennst du gut an einem weisslichen Film, der ein wenig an Mehl erinnert.

5. Für den Garten geeignete Sorten

Wie bereits erwähnt, gibt es mehr als 170 verschiedene Sorten des Pfaffenhütchens. Bei uns gedeihen allerdings vorrangig die folgenden drei Varianten:

  • das Europäische Pfaffenhütchen
  • das Grossfrüchtige Pfaffenhütchen
  • das Geflügelte Pfaffenhütchen

Vor allem die beiden letztgenannten zeichnen sich durch eine sehr intensive Laubfärbung aus und sind so eine Zierde im Garten. Alle drei Arten kommen in Alleinstellung am besten zur Geltung. Beim Geflügelten Pfaffenhütchen solltest du beachten, dass es etwas langsamer und dafür mehr in die Breite wächst. Diese Variante erreicht nur eine Höhe von maximal drei Metern. Es gibt sogar Sorten, die nur einen Meter hoch wachsen und sich damit auch für einen Topf auf dem Balkon eignen.

6. Das Pfaffenhütchen und seine Blütenvielfalt

Die weissen Blüten des Strauches zeigen sich etwa von Juli bis August. Im Herbst entwickeln sich aus ihnen die Samen. Sie sind von Fruchtfleisch umhüllt und befinden sich in einer Fruchtkapsel. Kannst du von der Blütenvielfalt des Pfaffenhütchens nicht genug bekommen, kannst du den Spindelstrauch ganz einfach vermehren:

  • Lasse die reifen Fruchtkörper einfach etwa eine Woche lang im Wasser liegen.
  • Dann löst sich das Fruchtfleisch von den Samen und du kannst sie in die Erde bringen.
  • Die Aussaat kann sowohl in Balkonkästen als auch direkt ins Freie erfolgen.

Möchtest du hingegen die immergrüne Kriechspindel vermehren, gelingt dies am besten über Stecklinge.

7. Darum ist das Pfaffenhütchen eine Giftpflanze

Für die Pflanzung solltest du unbedingt einen Platz im Garten auswählen, an den deine Haustiere nicht gelangen. Alle Pflanzenteile, vor allem die Samen, sind giftig und enthalten Glykoside und verschiedene Alkaloide. Für Weidetiere und selbst für den Menschen ist das Pfaffenhütchen daher gefährlich. Nach dem Genuss der Früchte kann es zu Kreislaufstörungen, Fieber und Koliken kommen. Für Vögel hingegen sind die Pfaffenhütchen keine Giftpflanzen; sie fressen die Beeren mit Vorliebe. Obwohl die Pflanze giftig ist, zählte sie früher zu den Heilpflanzen und wurde unter anderem gegen Herzschwäche, Kopfschmerzen und Parasiten eingesetzt. Neben der herzstärkenden Wirkung ist das Pfaffenhütchen auch als harntreibend und entwässernd bekannt. In der Homöopathie wird der Strauch daher noch heute gerne verwendet.

Der Gartenbauvergleich für die Schweiz. Finde die besten Gärtner in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Wespen vertreiben – effektiv ans Ziel in sieben Schritten

Wespen sind zwar Nützlinge, gehören zu den unliebsamen Besuchern in den warmen Sommermonaten. Nicht selten stellen sie unsere Nerven konsequent auf die Probe und können uns Menschen noch dazu gefährlich werden. Zugleich gilt aber: Viele Wespenarten sind in der Schweiz geschützt. Dabei gibt es einige hilfreiche Tipps, wie die kleinen Plagegeister erst gar kein Interesse an dir finden und ganz von selbst wieder das Weite suchen. Wir liefern dir eine hilfreiche Schritt-für-Schrittanleitung für eine Wespen-freie Zeit!

Einfriedung von Haus und Garten vornehmen – Fragen und Antworten

Mit einer Einfriedung kannst du Grundstück oder Garten gut abgrenzen und einen wirksamen Wind- und Sichtschutz schaffen. Eine Mauer oder ein Zaun schützen das Gelände zudem vor unbefugtem Betreten. Auch die Einwirkungen von Witterung und Verkehr werden so wirksam reduziert. Auf dem Land dienen Einfriedungen ausserdem dazu, das Entlaufen von Nutz- und Wildtieren zu verhindern. Wichtig: Bei der kompletten Umzäunung eines Areals sind die örtlichen Bestimmungen und Vorschriften zu beachten. Sie regeln die Abstände zum Nachbarn und legen eine maximale Höhe fest. Im Folgenden erfährst du mehr über Einfriedungen und welche Regelungen bei ihrer Anlage zu beachten sind.

Hyazinthe – Pflanzung, Pflege, Giftigkeit und Blütezeit

Mit ihren bunten Blüten und dem unverwechselbaren Duft machen Hyazinthen den Frühling erst so richtig vollkommen. Damit der Frühblüher verlässlich im Garten gedeiht, müssen die Zwiebeln bereits im Herbst in die Erde. Die duftende Schönheit ist auch als Zimmerpflanze sehr beliebt. Im Blumentopf oder im Hyazinthenglas erfüllt sie die Wohnung bereits im Winter mit ihrem einzigartigen Geruch. Interessantes über die Hyazinthe sowie Tipps für die Pflanzung und Pflege erfährst du in diesem Artikel.

Maulwurfsgrillen bekämpfen mit umweltverträglichen Methoden

Maulwurfsgrillen bekommst du zwar selten zu Gesicht, in deinem Garten können sie aber einen erheblichen Schaden anrichten, wenn sie sich zu stark vermehren. Da diese Tiere aber auch ihren festen Platz im heimischen Ökosystem haben, solltest du sie nur mit umweltverträglichen Methoden bekämpfen. Wie du die lästigen Insekten nachhaltig entfernst, zeigen wir dir hier.

Baumhaus Schweiz: Regeln für Unterkünfte in der Höhe und Übernachtungen in der Natur

Wenn du in deinem Garten ein Baumhaus bauen möchtest, musst du dich an die Regeln des Bauamtes halten. Das gilt aber nicht für alle Arten von Baumhäusern in der Schweiz, denn es gibt Ausnahmen. Ob für die eigenen Kinder oder als romantischen Plätzchen für dich und deinen Partner – dieser Ratgeber beantwortet die wichtigsten Fragen und zeigt, worauf es bei einem Baumhaus ankommt, wann du eine Genehmigung brauchst und welche Möglichkeiten es ausserdem gibt, um in der Natur zu übernachten.

Elfenblume richtig anpflanzen und optimal pflegen

Als „Schattenjuwel“ ist die Elfenblume eine unkomplizierte und robuste Pflanze, die sich optimal als Bodendecker unter anderen Pflanzen und Bäumen eignet. Dabei ist sie nicht nur ein guter Unkrautverdränger, sondern gleichzeitig auch ein schöner Blickfang am Boden. Ihre filigranen Blüten bringen Farbe in unscheinbare und dunkle Ecken. Alles, was du über die Elfenblume wissen solltest, wie du sie anpflanzt und pflegst und weitere Tipps, erfährst du in unserem Ratgeber. Wir verraten dir zudem, mit welchen anderen Pflanzen sie gut kombiniert werden kann.