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Porphyr – Naturstein in Erdfarben mit charakteristischen Kristalleinschlüssen

Porphyr – Naturstein in Erdfarben mit charakteristischen Kristalleinschlüssen

Der Begriff Porphyr umfasst verschiedene vulkanische Gesteine, deren Ursprung erkaltetes Magma ist. Dabei bilden sich Kristalle in unterschiedlichen Formen. Porphyrische Gesteine sind diejenigen, deren Entstehungsprozess zu einer bestimmten Struktur geführt hat, in der die Kristalle angeordnet sind. Typisch für das porphyrische Gefüge sind einzelne, grosse Kristalle, die in einer Menge sehr feiner Kristalle eingeschlossen sind. Der Name Porphyr geht zurück auf das griechische Wort für „Purpur“, weil Porphyr überwiegend rötliche Farbtöne aufweist. Der attraktive Stein war bereits in der Antike sehr beliebt als Material für Denk- und Grabmale.

Wofür lässt sich Porphyr verwenden?

Porphyr ist sehr vielseitig und kann vielen verschiedenen Zwecken dienen. Im Aussenbereich punktet er mit Strapazierfähigkeit und natürlicher Optik. Mit polierter Oberfläche entwickelt er durch die eingeschlossenen Kristalle ein sehr lebendiges Aussehen, das auch bei Küchenarbeitsplatten und Fensterbänken gut zur Geltung kommt. Bildhauer haben schon in der Antike gern Porphyr verarbeitet, wenn sie ein rötliches Gestein brauchten. Heute sieht man Porphyr in diesen Formen:

  • Mauersteine
  • Pflastersteine
  • Bodenplatten
  • Blockstufen
  • Arbeitsplatten für die Küche
  • Fassadenverblender
  • Grabsteine und Bildhauerarbeiten
  • Taufbecken und Springbrunnen

Welche Vorteile haben Natursteine in Haus und Garten?

Natursteine sind gewachsene Baustoffe, zu deren Herstellung keine Chemie nötig ist. Voraussetzung für Umweltfreundlichkeit ist aber auch, dass ihr Abbau unter vertretbaren Bedingungen stattfindet und keine langen Transportwege erforderlich sind. Dazu kommt, dass Natursteine keine Entsorgungsprobleme verursachen, sondern vollständig recycelt als geschreddertes Material sofort wieder Verwendung finden. Natursteine sind ohne besondere Pflege sehr langlebig und fügen sich harmonisch in jedes Gesamtbild ein. Gerade Porphyr ist ausserdem äusserst widerstandsfähig gegen Nässe, Hitze und Frost. Im Gegensatz zu anderen Natursteinen bietet er selbst nass eine gewisse Rutschhemmung und kommt in vielen Gegenden Mitteleuropas vor.

Wie funktioniert die Verlegung von Bodenplatten aus Porphyr?

Bodenplatten aus Porphyr sind im Handel vorwiegend als sogenannte Polygonalplatten erhältlich. Im Unterschied zu rechteckigen Platten mit festen Abmessungen, die wie Fliesen verarbeitet werden, sind Polygonalplatten unregelmässig geformt und haben gebrochene Kanten. Lediglich die Flächen sind geglättet, damit später eine ebene Oberfläche entstehen kann. Auch die Stärke der Platten variiert. Man verlegt sie deshalb in einem flexiblen Bett aus Splitt oder Mörtel. So bekommt jede einzelne Platte ein stabiles Lager und es ergibt sich eine gerade Fläche. Ein Mörtelbett ist haltbarer als das Verlegen in Splitt und erlaubt geringere Materialstärken bei den Porphyrplatten.

Wann sind Pflastersteine besser als Bodenplatten aus Porphyr?

Pflastersteine sind so geformt, dass sie eine stabile Fläche bilden können, ohne in einem Mörtelbett fixiert zu sein. Die Höhe der Steine ist im Verhältnis zu Länge und Breite sehr viel grösser als bei Bodenplatten. Dadurch ist bei punktuellen Belastungen ausgeschlossen, dass der Stein bricht. Bei Bodenplatten wäre das theoretisch möglich, Pflastersteine kippen jedoch eher im Ganzen zur Seite. Ein fachgerecht verlegtes Verbundpflaster verhindert allerdings auch das. Pflastersteine anstelle von Bodenplatten zu verwenden ist immer dann angezeigt, wenn eine Bodenfläche grösseren Belastungen ausgesetzt ist. Dies ist in privaten Gärten etwa bei Parkplätzen und Einfahrten der Fall sowie selbstverständlich auch dann, wenn es dem Besitzer besser gefällt.

Wie lässt sich Porphyr im Garten sauber halten?

Porphyr ist ausgesprochen pflegeleicht und je nach anfallender Verschmutzung genügt es, wenn du Böden, Mauern, Fassaden oder Treppen einfach abfegst. Fugen neigen etwas stärker dazu, hartnäckigen Schmutz anzusammeln. Dagegen hilft eine Hochdruckreinigung, wenn es nötig ist. An schattigen, feuchten Plätzen bilden sich oft Beläge aus Algen und Moos, die du am besten mit einem speziellen Grünbelagsentferner behandelst. Dem Porphyr selbst schadet Nässe nicht.

Welche Gesteine bezeichnet man als Porphyr oder Rhyolith?

Unter dem Oberbegriff Porphyr finden sich viele verschiedene Gesteine, die das charakteristische Gefüge aus grossen und kleinen Kristallen aufweisen. Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch ihren Quarzgehalt. Rhyolith oder Quarzporphyr, wie man ihn früher nannte, ist nur eine dieser Gesteinsarten, die eine porphyritische Ausbildung haben können. Die Benennung Ryolith für einen Porphyr ist deshalb nicht ganz korrekt, denn nicht jeder Rhyolith ist auch ein Porphyr und umgekehrt. Der überwiegend als Baustoff gehandelte Naturstein müsste eigentlich „porphyritischer Ryolith“ heissen, um exakt beschrieben zu sein. Zum Verständnis der jeweiligen Besonderheiten von Natursteinen hilft es, wenn du dir vorstellst, dass Granit sich in der chemischen Zusammensetzung seiner Mineralien nicht von Rhyolith unterscheidet. Er ist nur an einer anderen Stelle entstanden und weist deswegen eine andere Kristallstruktur auf.

Was passt zu Porphyr?

Zu den natürlichen Farbtönen von Porphyr, die sich in rot, ocker und grau zeigen, passt alles ausser Signalfarben. Obwohl Natursteine häufig für rustikale Gestaltungen Verwendung finden, passen sie durchaus auch, wenn du eine moderne und eher minimalistische Optik bevorzugst. Eine rötliche Porphyrfassade aus schlichten Verblendern sieht zum Beispiel hervorragend zu einer Terrasse mit Platten aus unglasiertem, grauem Feinsteinzeug aus. Solche Kombinationen sind völlig zeitlos und lassen sich mit unterschiedlichen Pflanzen und anderer Dekoration immer wieder neuen Stilrichtungen anpassen. Trockenmauern und grobe Stufen aus buntem Porphyr sind dagegen unentbehrlich, wenn du den mediterranen Stil bevorzugst.

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