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Säulenobst anpflanzen und richtig schneiden

Säulenobst anpflanzen und richtig schneiden

Wer gerne eigene Obstbäume im Garten hätte, dafür aber keinen Platz hat, für den sind Säulenobstbäume die richtige Lösung. Denn diese Gewächse bieten vollen Genuss auf kleinstem Raum. Die Erträge dieser schlanken, hochgewachsenen Bäume sind im Verhältnis zur Fläche, die sie einnehmen, erstaunlich hoch. Welche Frucht- und Obstsorten erhältlich sind, wie du die Säulenobstbäume anpflanzt, richtig pflegst und schneidest, erklären wir dir hier.

1. Dein Lieblingsobst und deine Lieblingsfrüchte auswählen

Bei Säulenapfelbäumen hast du eine recht grosse Auswahl. Aber auch weitere Früchte sind als Säulenbäume erhältlich:

  • Birnen
  • Nektarinen
  • Pflaumen und Zwetschgen
  • Kirschen
  • Brombeeren
  • Himbeeren
  • Aprikosen
  • Pfirsich
  • Kiwi
  • Stachelbeeren

Achte darauf, ob die gewählte Sorte selbst befruchtend ist oder einen Befruchter braucht, denn dann brauchst du mindestens zwei Bäume einer Fruchtsorte.

2. Säulenobstbäume in Töpfe pflanzen

Hast du dir Säulenobstbäume deiner Lieblingssorten beschafft, geht es ans Umtopfen. Am besten erledigst du das so schnell wie möglich, spätestens aber im Herbst. Die Töpfe für deine neuen Obstbäume sollten ein Fassungsvermögen von mindestens 30 Litern haben. Je nach tatsächlich gewählter Topfgrösse sind die Obstbäume in fünf bis sieben Jahren nochmals in einen grösseren Topf umzutopfen und mit neuer Erde und neuen Nährstoffen zu versorgen. Die einzelnen Arbeitsschritte sind:

  1. Mische Gartenerde, Sand und Kompost.
  2. Fülle etwas von diesem Gemisch in den Topf.
  3. Setze den Obstbaum ein. Die allfällige Veredelungsstelle sollte etwa acht bis zehn Zentimeter aus der Erde herausschauen.
  4. Lege kleine Holz- oder Tonstücke als Füsse unter den Topf. So kann das Giesswasser ablaufen.

3. Säulenobst in den Garten pflanzen

Nicht alle Säulenobstbäume können auch ins Freie gepflanzt werden. Beispielsweise bei Säulenkirschen hast du in kurzer Zeit einen bis zu fünf Meter hohen Kirschbaum, wenn du ihn nicht in einem Topf belässt.

Dein Vorgehen bei der Pflanzung der Säulenbäume:

  • Pflanze den Baum im März oder April.
  • Hebe ein Pflanzloch aus. Dieses muss etwa 60 bis 80 Zentimeter hoch und breit sein.
  • Mische die ausgehobene Erde mit etwas Kompost.
  • Stelle den Säulenobstbaum ins Loch. Die Veredelungsstelle soll auch hier etwa acht bis zehn Zentimeter über der Erde sein.
  • Fülle das Pflanzloch mit dem Gemisch aus Erde und Kompost auf
  • Trete den Baum etwas fest
  • Bilde einen Giessrand
  • Wässere die frisch gesetzte Pflanze ausgiebig
  • Jäte regelmässig um den Baum herum Unkraut

4. Säulenobstbäume richtig schneiden

Säulenapfelbäume stammen von einer Sorte ab, die den säulenförmigen Wuchs in den Erbanlagen verankert hat. Deshalb brauchst du Säulenäpfel etwa nicht regelmässig zu schneiden. Wenn dieser Säulenobstbaum längere Seitenzweige bildet, schneide sie direkt am Stamm ab. Lasse keinen Stummel stehen, sonst wachsen dort erneut unerwünschte Seitenzweige.

Anders sind die Schnittmassnahmen bei anderen Säulenbäumen. Bei diesen sind regelmässige Schnitte nötig. Dafür ist Mitte bis Ende Juni die beste Zeit. Alle Seitentriebe kürzt du auf etwa 15 bis 20 Zentimeter. Schneide den Trieb jeweils hinter einem nach unten zeigenden Auge ab.

5. Säulenobstbäume pflegen und einige Sorten ausdünnen

Giesse den Säulenobstbaum zwei bis drei Mal pro Woche, wenn möglich mit kalkarmem Wasser. Gesammeltes Regenwasser ist ideal. Einmal pro Jahr benötigt das Bäumchen organischer Langzeitdünger. Diesen arbeitest du im Frühling in die obere Erdschicht ein. Denke daran, die Bäumchen in Kübeln – vor allem in der Blütezeit – vor Frost, aber auch Hagel, Windstürmen und starkem Regen zu schützen.

Einige Sorten musst du ausdünnen, da die Bäume sonst zu viele Früchte tragen. Dies führt zum einen zu kleinen Früchten und kann zum anderen den Baum so sehr auslaugen, dass er im nächsten Jahr gar keine Früchte trägt. Brich deshalb Anfang Juni die überschüssigen Fruchtansätze aus und lasse pro Fruchtbüschel ein bis zwei Früchte stehen. So hast du gleichmässige und hohe Erträge. Ausdünnen musst du lediglich bei Äpfeln, Pfirsichen und Birnen.

6. Säulenbäume erfolgreich überwintern

Kübelpflanzen, egal ob Rosen, Stauden oder Säulenobstbäume, müssen im Winter vor Frost geschützt werden. Einige Tipps für das Überwintern:

  • Stelle die Kübel an die Südseite der Häuserwand, wo es am wärmsten und sonnigsten ist.
  • Packe die Kübel mit Vlies, Styroporplatten oder Luftpolsterfolie ein. Achte dabei aber darauf, dass du weiterhin giessen kannst, sonst vertrocknen dir die Pflanzen.
  • Nur giessen, wenn keine Minusgrade herrschen. Giesse an milderen Tagen, und zwar nur so viel, wie die Erde Wasser sofort aufnimmt. Vermeide Staunässe.

Bei Säulenbäumen, die du direkt in den Garten gepflanzt hast, musst du keine Vorkehrungen für die kalten Wintertage treffen.

7. Hecke aus Säulenobstbäumen als Sichtschutz pflanzen

Säulenobstbäume kannst du auch als Hecke pflanzen und damit einen gewissen Sichtschutz erreichen. Dazu gehst du folgendermassen vor:

  1. Ziehe mit einer Richtschnur eine Linie, damit die Hecke auch gerade steht
  2. Hebe einen Graben aus
  3. Setze die Säulenobstbäume deiner Wahl ein
  4. Halte zwischen den Bäumen einen Abstand von 50 bis 60 Zentimetern ein

Du kannst auch mehrere Kübel auf dem Balkon oder Terrasse dicht nebeneinander stellen und so einen fruchtigen Sichtschutz erstellen.

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