Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Besitzt du einen Garten und entdeckst auf deiner Rasenfläche plötzlich wild wachsende Pflanzen, bezeichnest du dieses Gewächs üblicherweise als Unkraut oder auch Wildkraut. Was du als Unkraut empfindest, muss nicht zwangsläufig eines sein. Das heisst: Ob Laie, Profi oder Hobbygärtner, jeder von uns bezeichnet unterschiedliche Pflanzen als nützlich, erwünscht oder unnütz und störend. Während die einen sich also an überraschendem Wildwuchs und der Optik der Pflanzen erfreuen, wünschen andere sich einen einheitlichen, grünen Rasen oder nur bestimmte Farben in ihrem Blumenbeet.
Generell gibt es einige bekannte Pflanzensorten, die viele Menschen als Unkraut im Rasen bezeichnen. Zum Beispiel:
Moos: Das grüne Gewächs kommt häufig vor, wenn der Rasen geschwächt und feucht ist oder wenn das Gras im Schatten wächst und nicht genügend Licht bekommt. Moos liebt ausserdem besonders die sauren Böden. Wenn der pH-Wert deines Bodens unter 6,5 liegt, kann es passieren, dass du plötzlich Moos entdeckst.
Löwenzahn: Ein besonders bekanntes Gewächs, das nicht alle, aber viele Menschen als Unkraut bezeichnen. Löwenzahn entsteht, wenn du zum Beispiel zu viel Düngemittel mit Stickstoff verwendest. Ein verdichteter und nasser Boden begünstigt ebenfalls, dass die Pflanzen in deinem Garten ein neues Zuhause finden und sich vermehren.
Weissklee: Oft wächst Weissklee, nachdem du Moos vernichtest. Der Grund liegt häufig in der Verwendung von zu viel Kalk im Kampf gegen das Moos. Hat der Boden zu wenig Stickstoff, kommt es ebenso dazu, dass sich Weissklee unter für ihn optimalen Bedingungen entwickelt. Hohe pH-Werte liebt der Klee ebenfalls.
Damit Unkraut wächst und sich gut entwickelt benötigt es günstige Umgebungsbedingungen. Das bedeutet, dass einige Un- oder Wildkräuter beispielsweise in einer feuchten und dunklen Umgebung besser gedeihen, kalkreiche Böden benötigen oder zu spriessen beginnen, wenn besonders viel Stickstoff vorhanden ist. Damit sie weiterhin wachsen und eine Versorgung über die Fotosynthese stattfindet, benötigen Unkräuter meist eine bestimmte Länge. Ist das Gras etwas länger, begünstigt es also die Entstehung von Unkraut. Manchmal ist auch eine Überpflege oder zu viel und falsch eingesetztes Düngemittel der Grund für unerwünschte Pflanzen. Gibst du zum Beispiel zu viel von einem stickstoffhaltigen Rasendünger in den Boden, förderst du das Wachstum von Löwenzahn.
Es gibt unterschiedliche Methoden, um Unkraut erfolgreich zu vernichten. Welche für deinen Rasen geeignet ist, entscheidest du je nach Art des Unkrauts und der Menge an unerwünschten Wildkräutern. Generell gibt es folgende Methoden, die als Unkrautvernichter taugen:
Im Handel findest du biologisch abbaubare und für den Kampf gegen Unkraut zugelassene Produkte. Ziel der biologischen Unkrautvernichter ist es, dass Grundwasser, Pflanzen und Tiere nicht unter künstlich hergestellten Mitteln leiden, die unsere Umwelt nicht abbaut. Ein weiteres Mittel: Herbizide. Chemie stellt für viele Menschen die letzte Wahl dar, weil Giftstoffe in das natürliche Ökosystem gelangen und nachhaltige Schäden anrichten. Entscheidest du dich für Herbizide, bekämpfst du grosse Flächen damit. Sie finden am ehesten Einsatz in der Landwirtschaft, um Unkraut schnell und grossflächig zu vernichten.
Wenn du Unkraut schon zu Beginn verhinderst, musst du dir keine Gedanken über mögliche Unkrautvernichter machen oder nach passenden Tipps suchen. So beugst du Rasenunkraut vor und lässt keinen Nährboden für unerwünschtes Grün entstehen:
Brennnessel, Bärlauch oder Löwenzahn: Einige Krautsorten verwendest du problemlos für die Zubereitung eines schmackhaften Tees oder eines grünen Salates. Bist du dir unsicher, ob du bestimmte Sorten verarbeiten darfst, wende dich an einen Fachmann. Ob Tipps zur Rasenpflege oder zum Unkraut vernichten und verwerten – ein professioneller Gärtner hilft dir in solchen Situation weiter.
Osterglocken, wie die gelben Trompetennarzissen auch genannt werden, sind die perfekten Frühlingsboten. Als Schnittblumen in einer Vase oder angepflanzt in einem Glas, bringen sie den Frühling mit ihren leuchtenden Farben und ihrem typischen Duft ins Haus. Obwohl Narzissen mehrjährige Pflanzen sind, blühen sie oft nur einmal. Beachtest du aber einige Punkte, kannst du die giftigen Schönheiten über viele Jahre hinweg in deinem Blumengarten bewundern.
Ölweiden sind ebenso robuste wie dekorative Gartenpflanzen, die kaum Pflege benötigen und an einer Vielzahl von Standorten gut gedeihen. Sie geben jedem Garten eine herrlich mediterrane Anmutung und locken mit ihren duftenden Blüten Bienen an. Manche Sorten lassen sich auch gut als sichtschützende Hecke kultivieren. Wie du die Pflanzen am besten pflegst und schützt, erfährst du hier.
Der aus dem tropischen Westafrika stammende Bogenhanf (Sansevieria) zählt zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Wegen seiner bis zu einem Meter hohen, straff aufrecht wachsenden Blätter wird er auch spöttisch Schwiegermutterzunge genannt. Es gibt zahlreiche Arten und Sorten, die allesamt äusserst pflegeleicht sind und nur wenige Ansprüche stellen. Doch nicht bloss diese Eigenschaften erklären die Beliebtheit des Bogenhanfs: Die Pflanze mit den schwertförmigen Blättern gilt zudem als natürlicher Luftreiniger, weil sie giftige Stoffe aus der Umgebungsluft filtert und stattdessen Sauerstoff abgibt. So pflegst du die nahezu unverwüstlichen Sansevierien richtig.
Forsythien sind mit ihren unzähligen glockenförmigen, gelben Blüten der Inbegriff für den Frühling. Die Blütezeit dieses Strauches, der auch Goldglöckchen genannt wird, ist von März bis Mai. Doch diese Gartensträucher sind nicht nur beliebt, weil sie äusserst blühfreudig sind und so früh im Jahr blühen: Sie wachsen fast überall, auch wenn sie sonnige Standorte bevorzugen, und sind zudem pflegeleicht und robust.
Eine Zierde für jeden Garten, dabei vollkommen anspruchslos – an einer Felsenbirne hast du als Hobbygärtner das ganze Jahr über Freude. Sie gedeiht an fast allen Standorten perfekt und verzaubert dich im Frühjahr mit reizvollen kleinen Sternenblüten, die in traubigen Blütenständen herabhängen. Aber damit nicht genug: Im Juni entwickeln sich daraus dunkelrote bis schwarzbraune Früchte, die nicht nur Vögel zum Fressen gern haben. Auch für den Menschen sind die gesunden, leckeren Früchtchen geniessbar und ein wertvoller Spender von Vitamin C. Ab September erstrahlen dann die Pflanzen in einem leuchtend organgefarbenen Blätterkleid und bringen eine aufregende Herbstfärbung in deinen Garten.
Knoblauch gehört für viele in der Küche einfach dazu. Mit der aromatischen Knolle kannst du unzählige Speisen aromatisieren. Zwar ist Knoblauch bei manchen Menschen wegen des Geruchs unbeliebt, doch in der griechischen oder türkischen Küche gehört er einfach dazu. Aioli oder Zaziki ohne Knoblauch – undenkbar! Auch solltest du nicht vergessen, dass die Gewürzpflanze sehr gesund ist. Grund genug also, über den Anbau im heimischen Garten oder auf dem Balkon nachzudenken.