Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Gärtner in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Zitronenbaum – Tipps zum Pflegen und Schneiden

Zitronenbaum – Tipps zum Pflegen und Schneiden

Wer sich den mediterranen Traum in die eigenen vier Wände holen möchte, liegt mit einem Zitronenbaum genau richtig. Der kleine Baum ist nicht nur ein optischer Blickfang, sondern sorgt mit rund zehn bis 30 Zitronen pro Jahr auch für eine herrlich gesunde Gaumenfreude. Wir liefern dir hilfreiche Tipps für die optimale Pflege des gesunden Zitronenbaums.

1.Setze den Zitronenbaum in den richtigen Topf.

Beachte bei der Kübelkultur deines Zitronenbaums folgende Kriterien vor dem Kauf des Topfes:

  • Grösse: Kaufe ein Gefäss, das etwa 25 Prozent grösser ist als der Wurzelballen deines Bäumchens.
  • Material: Besorge einen Plastik- oder dicht gebrannten Tontopf. Verzichte auf ungeeignete Terrakotta-Gefässe.
  • Eigenschaften: Wähle einen Topf mit gutem Wasserablauf und wasserdichten Seitenwänden.
  • Wechsle etwa alle zwei bis drei Jahre das Gefäss.

2. Besorge die richtige Erde.

Lege vor dem Befüllen mit Erde zunächst einmal eine Schicht Blähton als Drainage in deinem Pflanzenkübel aus. Dies verhindert Staunässe und sorgt zugleich für das reibungslose Ableiten von überschüssigem Wasser. Die Zitrone bevorzugt leicht saure Erde. Im Pflanzenfachhandel, in der Gärtnerei oder im Baumarkt erhältst du spezielle Zitruserde mit einem optimalen pH-Wert von 5,5 bis 6,5. Nutze keine normale Blumenerde, da sie für den Zitronenbaum und dessen Wurzeln ungeeignet ist.

3. Stelle deinen Zitronenbaum an den richtigen Standort.

Damit der frostempfindliche Zitronenbaum wachsen und gedeihen kann und dir jährlich Früchte bringt, benötigt er deine Aufmerksamkeit. Achte deshalb besonders auf die richtigen Standort-Bedingungen.

  • Draussen: Stelle deinen Zitronenbaum im Frühling nach draussen auf den Balkon, auf die Terrasse oder in den Garten, solange die Temperaturen nicht unter fünf Grad Celsius absinken und das Wetter freundlich ist. Normaler Regen schadet deinem Baum jedoch nicht.
  • Drinnen: Suche für die Überwinterung einen geeigneten Platz im Inneren am Fenster, an dem dein Zitronenbaum viel Sonnenlicht abbekommt. Stelle die Pflanzen nicht in unmittelbarer Nähe der Heizung auf.
  • Temperatur: Die ideale Durchschnittstemperatur im Winter beträgt um die zehn Grad Celsius. Versuche, die Raumtemperatur einigermassen konstant zwischen fünf Grad Celsius und zehn Grad Celsius zu halten. Zu hohe Temperaturen im Sommer können den Baum ebenso schädigen wie Frost.
  • Luftfeuchtigkeit: Zu trockene Luft kannst du mit einem Luftbefeuchter ausgleichen, sie liegt im Idealfall bei 50 Prozent.
  • Sonnenlicht: Dein Zitronenbaum fühlt sich am wohlsten, wenn er täglich sechs bis acht Stunden Sonnenlicht tanken kann.

4. Achte auf die optimale Versorgung mit Wasser.

Wie bei allen Pflanzen ist es auch beim Zitronenbaum wichtig, auf eine ausreichende, jedoch nicht zu intensive Bewässerung zu achten. Die Zitrone benötigt viel Wasser, kann jedoch schnell ihre Blätter verlieren, wenn du es zu gut mit ihr meinst. Orientiere dich an den folgenden Tipps:

  • Wasserqualität: Bewässere deinen Zitronenbaum mit kalkfreiem Wasser. Am besten eignet sich Regenwasser, du kannst aber auch auf gefiltertes Regenwasser zurückgreifen.
  • Häufigkeit: Giesse die Pflanze nur so oft, wie es notwendig ist. Du kannst deine Finger einige Zentimeter in die Erde stecken und fühlen, ob die Erde noch feucht ist. In diesem Fall wartest du noch ein bis zwei Tage vor dem nächsten Giessen ab. Beachte: Im Winter benötigt der Zitronenbaum deutlich weniger Wasser.
  • Menge: Bewässere immer langsam Stück für Stück. Prüfe, ob das Wasser bereits abläuft, und höre auf, sobald es überläuft. Vor allem im Winter schüttest du überschüssiges Wasser am besten direkt wieder weg, damit die Wurzel keine Schäden davonträgt.

5. Füge den Pflanzen geeigneten Dünger hinzu.

Verwende für den Zitronenbaum nur einen speziellen Zitrus-Dünger vom Fachhandel, der deine Pflanze mit den notwendigen Mineralstoffen und Nährstoffen versorgt. Beachte dabei die folgende Pflegeanleitung:

  • Zeitpunkt: Beginne mit dem Düngen vorzugsweise ein bis zwei Tage nach dem letzten Bewässern.
  • Häufigkeit: Dünge zwischen September und März einmal pro Monat und von April bis August wöchentlich deinen Zitronenbaum.
  • Vorgehensweise: Mische den Dünger nicht mit der gesamten Erde, sondern trage ihn nur oben auf der Erde auf.

6. Behalte die Blätter deines Zitronenbaums im Auge.

Untersuche die Blätter und auch die Blüten deiner Pflanze regelmässig auf Ungeziefer oder Schädlinge. Stellst du einen Blattverlust fest, kann dies auch an zu niedrigen Temperaturen liegen – versuche, die Raumtemperatur zu erhöhen und prüfe, ob sich etwas ändert. Entferne ausserdem, wann immer sie dir auffallen, tote Blätter vom Baum selbst und aus dem Topf.

7. Schneide die Äste von deinem Zitronenbaum zurück.

Unabhängig von der Gesamthöhe der Pflanze ist es wichtig, dass du den Baum jedes Jahr etwas zurückschneidest. Konzentriere dich dabei auf die wesentlichen Punkte.

  • Benutze zum Schneiden eine saubere Gartenschere.
  • Beginne mit dem Zurückschneiden erst nach dem Winter, bevor neue Knospen blühen.
  • Schneide die neuen Triebe auf etwa die Hälfte ab.
  • Schneide alle herabhängenden, faulen und labbrigen Äste zurück.

Der Gartenbauvergleich für die Schweiz. Finde die besten Gärtner in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Gewächshausbau für frostempfindliche Pflanzen

Der Winter naht und somit die Kälte. Gärtner müssen die Pflanzen jetzt entweder abernten oder sie abdecken. Andernfalls rafft die Winterkälte die frostempfindlichen Pflanzen dahin. Viele Gärtner wünschen sich spätestens jetzt ein Gewächshaus. Wer das ganze Jahr hindurch seine Pflanzen wachsen lassen und ernten möchte, sollte über einen Gewächshausbau nachdenken.

Ölweiden als robuste Gartenzierde für mediterranes Flair

Ölweiden sind ebenso robuste wie dekorative Gartenpflanzen, die kaum Pflege benötigen und an einer Vielzahl von Standorten gut gedeihen. Sie geben jedem Garten eine herrlich mediterrane Anmutung und locken mit ihren duftenden Blüten Bienen an. Manche Sorten lassen sich auch gut als sichtschützende Hecke kultivieren. Wie du die Pflanzen am besten pflegst und schützt, erfährst du hier.

Strelizie: Anpflanzen und Schneiden der Paradiesvogelblume

Die Strelizie war ursprünglich in Südafrika und auf den Kanarischen Inseln beheimatet. Die exotischen Pflanzen aus der Familie der Bananengewächse werden wegen ihrer schönen und farbenfrohen Blüten auch ausserhalb ihrer Heimat immer beliebter. Die Bedeutung ihres zweiten Namens Paradiesvogelblume leitet sich von der Form ihrer Blüten ab, die an den Kopf eines Vogels erinnern. Was du beim Anpflanzen, der Pflege und dem Schneiden der grossen, eleganten Exoten beachten musst, erfährst du hier.

Marienkäferlarven gegen Blattläuse – wertvolle Nützlinge im Garten

Marienkäfer kennt wohl jedes Kind, aber weisst du auch, wie Marienkäferlarven aussehen? Die Larven des beliebten Käfers sind keine Schädlinge, sondern sogar wertvolle Helfer im Garten. Sie vertilgen nämlich grosse Mengen an Blattläusen. Wir erklären dir, woran du Marienkäferlarven erkennst, wie du sie in deinem Garten ansiedelst und wie du sie zur Schädlingsbekämpfung auf deinen Pflanzen einsetzt.

Neophyt Schweiz – Bedrohung für die Artenvielfalt

Ein Neophyt verbreitet sich über sein ursprüngliches Heimatgebiet hinaus und siedelt sich in neuen Regionen an. Diese Pflanzen sind erstaunlich anpassungsfähig und vermehren sich rasch. Was zunächst als eine Bereicherung der Flora eines Landes erscheint, hat viele Schattenseiten und stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Biodiversität dar – auf regionaler und sogar globaler Ebene. Ein Neophyt hat mitunter das Potenzial, einheimische Pflanzen aus ihrem Lebensraum zu verdrängen, bis diese vom Aussterben bedroht sind. Aus globaler Perspektive führt die Verbreitung von Neophyten zu einer immer stärker werdenden Angleichung der Flora in vielen Weltregionen. Damit geht die Einzigartigkeit vieler regionaler Ökosysteme verloren.

Wolfsmilch: Anpflanzen und Schneiden der giftigen Pflanzengattung

Die Wolfsmilchgewächse (Euphorbia) bilden mit über 2.000 verschiedenen Arten die viertgrösste Familie der Blütenpflanzen. Darunter finden sich winterharte Stauden ebenso wie bizarr anmutende, kakteenartige Sukkulenten. Viele dieser Gewächse kannst du wunderbar in deinem Garten pflegen, wo sie sonnige wie halbschattige Standorte begrünen. Frostempfindliche Varianten gedeihen in unseren Breitengraden nur als Zimmerpflanzen. Euphorbien laden zum Sammeln ein, schliesslich gibt es eine riesige Vielfalt. Damit du lange Freude an deiner wachsenden Sammlung dieser Pflanzen hast, liefern wir dir an dieser Stelle die besten Tipps bezüglich Pflanzung und Pflege.