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Marienkäferlarven gegen Blattläuse – wertvolle Nützlinge im Garten

Marienkäferlarven gegen Blattläuse – wertvolle Nützlinge im Garten

Marienkäfer kennt wohl jedes Kind, aber weisst du auch, wie Marienkäferlarven aussehen? Die Larven des beliebten Käfers sind keine Schädlinge, sondern sogar wertvolle Helfer im Garten. Sie vertilgen nämlich grosse Mengen an Blattläusen. Wir erklären dir, woran du Marienkäferlarven erkennst, wie du sie in deinem Garten ansiedelst und wie du sie zur Schädlingsbekämpfung auf deinen Pflanzen einsetzt.

Woran erkennt man Marienkäferlarven?

Je nach Art können sich Marienkäferlarven in ihrem Aussehen deutlich unterscheiden. Die meisten Arten wirken eher plump und haben einen langen Hinterleib mit einzelnen Segmenten. Im vorderen Bereich des Körpers sind schon sechs Beine zu erkennen. Marienkäferlarven sind meist grau, braun oder schwarz gefärbt und haben orangefarbene oder rote Flecken. Häufig haben sie Borsten oder Dornen, die aus schwarzen oder roten "Warzen" entspringen.

Wie entwickeln sich Marienkäferlarven?

Marienkäfer entwickeln sich in verschiedenen Stadien:

  1. Ende April oder Anfang Mai legt das Marienkäfer-Weibchen Eier an Nadeln, in Baumritzen oder an der Unterseite von Blättern ab.
  2. Nach fünf bis zehn Tagen schlüpfen die Larven und beginnen zügig mit dem Fressen.
  3. Im Larvenstadium häuten sich die Tiere mehrmals, um wachsen zu können. Ein bis zwei Monate dauert die Larvenzeit. Währenddessen tun die Marienkäferlarven vor allem eines: Fressen! Eine Larve kann 100 Blattläuse und mehr am Tag vertilgen.
  4. Die Larve verpuppt sich und bleibt sechs bis neun Tage unbewegt.
  5. Schliesslich schlüpft der erwachsene Marienkäfer und die Entwicklung ist abgeschlossen. Zunächst ist er noch gelblich gefärbt. Erst nach dem Aushärten der Deckflügel kommt die endgültige Färbung mit den Punkten zum Vorschein. Auch der erwachsene Käfer frisst noch gerne Blattläuse, allerdings nicht mehr ganz so viele wie die Larven.

Sind Marienkäferlarven Schädlinge oder Nützlinge für die Pflanzen?

Wer Marienkäferlarven nicht kennt, meint häufig, es mit Schädlingen auf den Pflanzen zu tun zu haben. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Marienkäferlarven sind eindeutig wertvolle Nützlinge. Sie fressen die Pflanzen nicht an, sondern vertilgen am liebsten Blattläuse. Manche Arten fressen auch Spinnmilben, Mehltaupilze und Schildläuse. Sie eignen sich deshalb zum Pflanzenschutz und zur Schädlingsbekämpfung auf ganz natürliche Weise.

Wie kann man mit Marienkäferlarven Blattläuse im Garten bekämpfen?

Setzt man Marienkäferlarven im Garten auf die mit Blattläusen befallenen Pflanzen, beginnen sie sofort mit ihrem Werk und vertilgen eine Blattlaus nach der anderen. Du musst also nur dafür sorgen, dass die Larven sich in deinem Garten ansiedeln. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  1. Du schaffst die perfekten Bedingungen für Marienkäfer – siehe nächster Abschnitt – und wartest, dass die nützlichen Tierchen von selbst kommen und bei dir im Garten Eier legen.
  2. Du gehst aktiv auf die Suche nach Marienkäferlarven. Du findest sie vor allem dort, wo viele Blattläuse sind. Das kann an Stauden und Blumen, an (Un-)Kräutern oder auch an Gehölzen wie Beerensträuchern oder Rosen sein. Halte die Augen offen und sammle die Larven vorsichtig ein.
  3. Du bestellst Marienkäfer-Anzuchtsets oder schon geschlüpfte Marienkäferlarven, die du einfach auf deinen Rosen, deinem Gemüse oder anderen Pflanzen aussetzt.

Mit welchen Tipps macht man es Marienkäferlarven so angenehm wie möglich?

Generell gilt: Je mehr Natur im Garten Platz hat, umso wohler fühlen sich Marienkäfer und andere nützliche Insekten. Mit diesen Tipps sprichst du Marienkäfern eine deutliche Einladung in deinen Garten aus:

  1. Schaffe ihnen Möglichkeiten, zu überwintern. Das können spezielle Marienkäferhäuschen oder Nützlingshotels sein, aber auch Holzstapel oder Laubhaufen eignen sich gut.
  2. Verzichte auf Pestizide und künstlichen Dünger! Diese schaden auch den Marienkäfern.
  3. Je mehr heimische Pflanzen im Garten zu finden sind, umso wohler fühlen sich die Nützlinge. Und: Auch andere hilfreiche Insekten wie Bienen und Hummeln finden dann in deinem Garten mehr Nahrung.
  4. Wenn an der Pflanze mit den Blattläusen viele Ameisen zu sehen sind, solltest du diese zunächst natürlich bekämpfen. Ameisen züchten nämlich Blattläuse und verteidigen sie energisch gegen Marienkäferlarven.

Adalia, Coccinellidae und Co – welche Arten gibt es?

Die Familie der Marienkäfer heisst biologisch Coccinellidae und hat sehr viele verschiedene Mitglieder. Marienkäfer gibt es in Rot, in Schwarz und in Gelb, ohne Punkte, mit zwei Punkten oder mit weit über 20 Punkten. Auch im Detail unterscheiden sich die Marienkäferarten deutlich. Zum Beispiel haben sich die Mundwerkzeuge an die jeweilige Lieblingsnahrung angepasst. Die meisten Arten fressen Blattläuse und Spinnmilben und sind deshalb wertvolle Nützlinge. Gewerblich gezüchtet wird vor allem eine Art: Adalia bipunctata, der Zweipunktmarienkäfer. Wenn du Marienkäferlarven bestellst, bekommst du höchstwahrscheinlich diese Art. Siedeln sich Marienkäfer von selbst an, handelt es sich wahrscheinlich um Siebenpunkt-Marienkäfer, denn das ist die häufigste heimische Art.

Kann man Marienkäferlarven auch zum Pflanzenschutz im Innenraum einsetzen?

Wenn Pflanzen im Innenraum von Blattläusen befallen sind, kannst du ebenfalls Marienkäferlarven einsetzen. Achte allerdings darauf, dass die Larven im verpuppten Stadium völlig in Ruhe gelassen und nicht berührt werden. Wenn sich dann die fertigen Käfer entwickelt haben, solltest du sie möglichst bald ins Freie entlassen.

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