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Rittersporn: Anpflanzen, schneiden, Pflegetipps

Rittersporn: Anpflanzen, schneiden, Pflegetipps

Der Rittersporn, botanisch Delphinium genannt, ist eine beeindruckend schöne, aber auch giftige Gartenpflanze. Ihre hohen, traubenartigen, meist blauen Blüten fallen im Garten sofort auf und begeistern viele Gartenfreunde. Es gibt zahlreiche Arten, darunter ein- und mehrjährige. Wir geben dir die wichtigsten Tipps für das Anpflanzen, Schneiden und die Pflege des Rittersporns.

1. Die passenden Sorten aus der Delphinium-Familie auswählen

Die Gattung der Rittersporne wird botanisch Delphinium genannt, gehört zu den Hahnenfussgewächsen und umfasst über 300 verschiedene Sorten. Seinen Namen hat der Rittersporn von einem spornartigen Fortsatz im hinteren Bereich der Blüten. Die meisten Sorten blühen blau und bilden beeindruckende Blütenkerzen. Sie sind ein echter Blickfang im Garten. Als Zierpflanzen werden vor allem drei Arten gezüchtet:

  • Die Elatum-Hybriden sind die grössten Arten und haben feste Blütenstände. Sie wachsen unverzweigt und sind daher auch als Schnittblumen geeignet.
  • Die Pacific-Hybriden besitzen besonders grosse Einzelblüten und sind deshalb im Garten sehr beliebt. Kleinere Varianten eignen sich auch für den Kübel oder als Balkonpflanzen.
  • Die Belladonna-Hybriden haben lockere Blütenrispen und wirken daher nicht so wuchtig. Sie wachsen verzweigt und bilden schöne Stauden.

In allen drei Haupt-Züchtungen gibt es viele verschiedene Varianten. Neben der typischen blauen Färbung kommt der Rittersporn auch in Weiss, Rosa, Violett und manchmal sogar in Rottönen vor. Die meisten Sorten werden als zwei- bis vierjährige Pflanzen gezüchtet, es gibt aber auch einjährige Delphinium-Arten.

Wähle nach Geschmack und Standort aus: Für Kübelpflanzung brauchst du flachere Sorten, im Bett dürfen es auch Stauden mit grösserer Höhe sein. Rittersporn eignet sich hervorragend für die hintere Reihe eines Beetes, weil die hohen Blütenkerzen andere Blumen überragen. Er lässt sich besonders gut mit Rosen kombinieren, macht aber auch in Verbindung mit anderen Stauden eine gute Figur. Achtung: Viele Rittersporn-Sorten sind sehr giftig. Sie sollten deshalb nicht in Gärten angebaut werden, in denen kleine Kinder oder neugierige Haustiere herumstreifen!

2. Den optimalen Boden für den Rittersporn finden

Rittersporn braucht für seine üppigen Blüten viel Energie und ist deshalb auf nährstoffreichen Boden angewiesen. Ausserdem sollte der Boden eher lehmig, feucht und tiefgründig sein. Der Rittersporn liebt die Sonne und sollte deshalb an einem sonnigen Standort stehen. Wenn es dort windig ist, solltest du hohe Sorten besser anbinden, damit sie nicht abknicken.

3. Rittersporn säen oder setzen

Rittersporn gibt es als vorgezogene Pflanze oder als Samen zu kaufen. Samen werden ab März ins Frühbeet gesät. Auf der Fensterbank im Haus keimen sie oft nicht, weil sie dafür zunächst eine Kältezeit brauchen. Auch Licht ist zum Keimen wichtig, setze deshalb den Samen nicht tief in die Erde! Wichtig ist ausserdem Geduld: Rittersporn benötigt nach der Aussaat etwa vier Wochen zum Keimen. Ab Mai können die Samen auch direkt ins Freiland gegeben werden. Säe sie einfach in gut gelockerte Erde aus und decke die Stelle mit einem feinmaschigen Netz ab, um Vögel fernzuhalten.

Wenn du eine vorgezogene Staude pflanzen möchtest, achte darauf, sie nicht zu tief in die Erde zu setzen. Generell sollte der Rittersporn genügend Platz zu anderen Pflanzen haben, damit er nach dem Regen oder Giessen gut abtrocknen kann.

4. Stauden vor Schnecken und Krankheiten schützen

Rittersporn ist leider recht anfällig für Echten Mehltau. Auch Schnecken können ein Problem werden: Sie lieben die frischen Triebe der Pflanze! So schützt du deine Stauden:

  • Um Mehltau vorzubeugen, sind regelmässige Wassergaben sehr wichtig. Ausserdem kannst du Schachtelhalmbrühe ansetzen und mit ihr die Stauden bespritzen. Wenn sich der Mehltau schon ausgebreitet hat, schneide alle befallenen Pflanzenteile ab und entsorge sie über den Hausmüll!
  • Schnecken hältst du zum Beispiel durch Schneckenkragen oder Fallen fern. Bewährt hat sich auch das abendliche Absammeln. Wenn gar nichts anderes hilft, kannst du auch Schneckenkorn streuen, um deine Pflanzen zu schützen.

5. Durch Zurückschneiden weitere Blüten anregen

Die Blütezeit des Rittersporns beginnt im Juni. Wenn du rechtzeitig reagierst, kannst du jedoch noch eine zweite Blüte im Spätsommer anregen: Schneide sofort nach der Blüte die Stängel auf etwa zehn Zentimeter zurück! So spart die Pflanze Kraft und kann noch eine weitere Blüte entwickeln. Diese fällt zwar nicht mehr ganz so üppig aus wie die erste, ist aber immer noch eine echte Augenweide.

6. Wasser und Dünger – Die Pflege des Rittersporns

Rittersporn braucht sehr viele Nährstoffe und muss deshalb regelmässig gedüngt werden. Vor allem im Frühjahr solltest du ihm deshalb eine ordentliche Portion Kompost oder Hornmehl gönnen. Auch nach dem Rückschnitt braucht er Dünger, um die zweite Blüte hervorbringen zu können. Generell solltest du während der Blütezeit alle drei Wochen Flüssigdünger geben. Ausreichend Wasser ist ebenso wichtig. Rittersporn hat einen hohen Wasserbedarf, verträgt aber Staunässe nicht gut. Giesse deshalb häufig, aber mässig!

7. Der Rittersporn im Winter

Die meisten Sorten kommen im Winter gut zurecht und brauchen keinen speziellen Schutz, nur manche Belladonna-Arten sind etwas empfindlicher. Schneide den Rittersporn einfach bodennah ab. In sehr rauen Lagen kannst du das Schnittgut direkt als Frostschutz verwenden und über der Pflanze ausbreiten.

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