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Schleierkraut anpflanzen und schneiden – so geht’s

Schleierkraut anpflanzen und schneiden – so geht’s

Schleierkraut ist eine Pflanze, die nicht nur deinen Garten optisch aufwertet. Auch in Blumensträussen und -gebinden mutet das Kraut sehr edel an. Die weissen bis leichtrosa Blüten wirken sehr filigran und passen zu jedem Anlass. Als Bodendecker erscheinen sie wie ein dichter Teppich. Als solche findest du sie auch in den Alpen vielfach. Beim Anpflanzen vom Schleierkraut und dessen Pflege musst du nicht allzu viel beachten und benötigst keinen Grünen Daumen. Das Gewächs ist pflegeleicht und daher auch für Hobbygärtner geeignet.

1. Wissenswertes zum Schleierkraut

Das Schleierkraut, dessen botanischer Name Gypsophila lautet, zählt zu den Nelkengewächsen. Vor allem das Hohe Schleierkraut ist hierzulande in vielen Gärten anzutreffen. Es stammt ursprünglich aus den Rocky Mountains, wächst aber auf vielen kargen und steinigen Böden überall in Europa. Charakteristisch für die Stauden, die sich etwa einen Meter weit ausbreiten können, sind die unzähligen kleinen Blüten. Man spricht auch von Blütenwolken, da diese vom Aussehen her tatsächlich an Wolken erinnern. Während das Hohe Schleierkraut bis zu einen Meter hoch werden kann, erreicht das Teppich-Schleierkraut eine Wuchshöhe von maximal 25 Zentimetern. Die Wurzeln des Schleiergipskrautes können stattliche Ausmasse von bis zu 2,50 Metern Länge erreichen. Sie sind sehr kräftig und stehen in starkem Kontrast zu den filigranen Blüten.

2. Schleierkraut im Garten: Anzucht und Pflege

Am besten pflanzt du das Schleierkraut im Frühjahr. Achte auf einen Pflanzabstand von mindestens 80 Zentimetern zu anderen Pflanzen, da sich das Kraut stark ausbreitet. Möchtest du den charakteristischen Teppich erzielen, solltest du etwa elf Pflanzen pro Quadratmeter einplanen. Am besten lockerst du den Boden gut durch, denn dann entwickeln sich kräftige Wurzeln. Ebenso wichtig für das optimale Anwachsen des Krauts ist es, dass du keinen Torf oder Lehm unter die Gartenerde mischst. Etwa von Juni bis September kannst du dich dann an der Blütenpracht erfreuen. Du erreichst sie ohne grossen Pflegeaufwand, solange du dich für einen durchlässigen und nicht zu feuchten Boden entscheidest. Auch ein geschützter Platz ist wichtig. Ein regelmässiges Giessen hingegen ist nicht erforderlich. Auch Düngen musst du das Schleierkraut nicht.

3. Die Behandlung der Pflanzen im Winter

Schleierkraut ist eine winterharte Pflanze. Achte darauf, dass die Pflanze im Winter keiner Staunässe ausgesetzt ist. Dies erreichst du, indem du Reisig über dem Beet ausbreitest. Auch zu viel Regen kann dem Schleierkraut schaden – achte daher auf einen Regenablauf im Garten. Im Gegensatz zum Teppich-Schleierkraut benötigt das Hohe Schleierkraut im Winter einen Windschutz. Beide Arten können durch eine ausreichend dicke Schicht Mulch vor Frost geschützt werden. Im Spätherbst solltest du einen radikalen Rückschnitt bis etwa eine Handbreit über dem Boden vornehmen. So blüht das Kraut im nächsten Jahr noch üppiger.

4. Die Stauden und deren Anfälligkeit gegenüber Krankheiten

Das Schleierkraut ist auch deshalb so beliebt, weil es nur selten von Krankheiten und Schädlingen heimgesucht wird. Lediglich Schnecken können im Frühjahr eine Gefahr für die jungen Triebe des Schleierkrauts darstellen. Stängel- und Wurzelfäule sind weitere Krankheiten, die das Schleierkraut befallen können. Auch sie entstehen durch einen zu feuchten Boden. Mit zu viel Giessen tust du deinem Schleierkraut also keinen Gefallen.

5. Die Blüten des Schleierkrauts: Ideal zur Auflockerung

Schleierkraut allein wirkt schon sehr ansehnlich. Noch optimieren kannst du es, wenn du es mit anderen Pflanzen kombinierst. Iris, Lavendel und Kugelgras sehen gemeinsam mit dem Schleierkraut besonders schön aus. Gleiches gilt für die Kombination Schleierkraut und Rosen, wenngleich beiden Pflanzen unterschiedliche Ansprüche an Standort und Pflege haben. Schaust du dich in Blumenläden um, wirst du sehen, dass Rosen und Schleierkraut gerne gemeinsam in Sträussen verarbeitet werden. Selbst in Hochzeitsgebinden kommt das Schleierkraut gerne zum Einsatz. Folgende Sorten eignen sich dafür besonders gut:

  • Rosenschleier mit zartrosa Blüten
  • Flamingo mit ebenfalls rosafarbenen Blütenwolken
  • Schneeflocke mit weissem und dichtem Blütenflor

6. Der richtige Boden für das Schleierkraut

Welchen Boden das Schleierkraut bevorzugt, erkennst du, wenn du dir den botanischen Namen der Pflanzen genauer ansiehst. Gypsophila bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie Gipskraut. Auf kalkreichen Böden gedeihen die Stauden besonders gut. Achte zudem darauf, dass der Boden durchlässig ist, denn Staunässe mag das Kraut überhaupt nicht. Es spricht natürlich auch nichts dagegen, das Schleierkraut in einem Topf auf dem Balkon anzupflanzen. Als Kletterpflanzen für den Garten oder Balkon hingegen sind sie nur bedingt geeignet. Für eine besonders starke Ausdehnung ist das Kriechende Schleierkraut bekannt.

7. Weitere nützliche Tipps für eine üppige Blütenpracht

Unter Umständen kann es nötig sein, das Schleierkraut zu beschneiden. Wenn du es richtig machst, wirst du mit einer zweiten Blüte belohnt. Wichtig: Schleierkraut ist für den Menschen zwar ungefährlich, kann für Katzen aber gefährlich werden. Grund sind die enthaltenen Saponine. Wenn sie in den Blutkreislauf gelangen, können sie die roten Blutkörperchen zerstören. Tödlich ist das Kraut zwar in den meisten Fällen nicht, jedoch solltest du dein Haustier dennoch von ihm fernhalten.

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