Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Die wichtigste Pflegemassnahme beim Wein ist der regelmässige Rebschnitt, denn Weinreben sind Kletterpflanzen, die dazu neigen, in kurzer Zeit sehr lange Triebe zu bilden. Weinbauern verbringen viel Zeit damit, ihre Pflanzen zu beobachten und zu pflegen. Zum richtigen Rebschnitt gibt es durchaus verschiedene Meinungen – allzu viel kannst du aber nicht falsch machen, da der Wein eine robuste, tolerante Pflanze ist. Der einzige wirkliche Fehler wäre, überhaupt nicht zu schneiden, sagen erfahrene Winzer.
Weinreben tragen ihre Blüten und Früchte ähnlich wie Stauden an den Trieben, die jedes Jahr im Frühling neu entstehen – das ist ein wesentlicher Unterschied zu Obstbäumen und - sträuchern, die ihre Früchte an den älteren, bereits verholzten Trieben tragen. Daher werden die Reben im professionellen Weinbau normalerweise an Spalieren aus Draht gezogen. Es gilt:
Die wichtigste Pflegemassnahme ist der Winterschnitt. Nach der herbstlichen Ernte werden die Ruten, die Früchte getragen haben, ziemlich radikal bis auf jeweils ein bis zwei Augen zurückgeschnitten. Professionelle Winzer lassen meist nur von einem oder zwei der kräftigsten Triebe des letzten Jahres ein ungefähr ein Meter langes Stück stehen. Aus den "schlafenden" Augen dieser alten Treibe bilden sich dann im Frühjahr neue Fruchttriebe. Wenn zwei Fruchttriebe wachsen, ist es sinnvoll, den schwächeren noch im Frühjahr herauszubrechen. Falls am Astring noch weitere Triebe entstehen, solltest du diese ebenfalls entfernen, da sie sonst Nahrung und Wasser beanspruchen, die den Fruchttrieben fehlt.
Im Frühsommer, am besten im Juni, folgt dann der Sommerschnitt, bei dem nicht ganz so radikal vorgegangen wird. Beim Sommerschnitt solltest du die inzwischen in die Länge gewachsenen neuen Fruchttriebe teilweise abschneiden, sonst werden sie sehr lang und werfen dann einen Schatten auf die Trauben. Die Faustregel lautet: Auf eine Länge von fünf bis acht Blättern oberhalb der letzten Traube kürzen. Weinbauern schneiden meistens sogar noch kürzer, aber ein so tiefer Schnitt kann die Pflanze auch schädigen und sollte daher den Profis überlassen werden.
Im professionellen Weinbau werden die Reben an einem aus Drähten gespannten Spalier gezogen. Im Garten kann man das genauso machen, etwa um eine Hausfassade mit Wein zu begrünen. Aber auch ein Gitter aus Holzstreben ist geeignet, um den Wein zu ziehen und in Form zu bringen – letztlich ist die Gestaltung des Gartens hierfür ausschlaggebend. Mit einem Holzgitter baust du im Garten sogar eine weinbegrünte Pergola. Um die Weinreben wie im professionellen Weinbau an einem Spalier entlangzuziehen, befestigst du links und rechts des Weinstocks ein bis zwei Leittriebe waagerecht am Spalierdraht. Im Lauf des Sommers führst du die frischen Fruchttriebe dann senkrecht am Drahtspalier nach oben. Das geschieht, indem du sie nach und nach mit einem nicht einschneidenden Bindematerial an den Drähten oder den Holzstreben befestigt.
Weinreben werden als Gartenpflanzen immer beliebter. Für Hobbygärtner gibt es inzwischen spezielle Sorten, die an geschützten Stellen im Garten auch ausserhalb der üblichen Weinbaugebiete gut gedeihen und eine hohe Widerstandfähigkeit gegen Krankheiten wie Mehltau haben. Als Hobbygärtner musst du den Rebschnitt natürlich nicht ganz so genau nehmen wie ein professioneller Weinbauer. Aber auch Weinpflanzen, die nicht zur Traubenernte, sondern als Gartenzierde gepflanzt werden, sollten regelmässig zurückgeschnitten werden, da sie ohne regelmässigen Rückschnitt stark in die Länge wuchern.
Die meisten Hobbygärtner pflanzen Wein eher als Dekoration. Aber wenn es dazu im Herbst noch schöne, leckere Tafeltrauben zum Essen gibt, nimmt man sie natürlich gerne! Ein Weinbauer will eher kleine Trauben mit hoher Zucker- und Aromakonzentration haben, weil diese sich am besten zum Keltern eignen. Zum direkten Verzehr sind grössere Beeren aber natürlich angenehmer. Das effektivste Mittel dazu ist, die Weinreben während der Reifezeit kräftig zu wässern. Damit solltest du beginnen, wenn die Beeren ungefähr erbsengross sind. Die Weintrauben nehmen dann viel Wasser auf und werden schön gross. Auch das Ausdünnen auf nur eine bis zwei Trauben pro Trieb ist ein gutes Mittel, um grosse Tafeltrauben zu bekommen. Dazu schneidest du immer die äusseren Trauben weg, die am weitesten vom Hauptstamm entfernt sind. Auch das solltest du vor dem Beginn der eigentlichen Reife machen.
Sie sind der Inbegriff der Romantik: Rosen stehen mit ihrer Schönheit für Liebe, aber auch für gärtnerische Leidenschaft in höchster Form. Im Rosengarten blühen wildromantische Ramblerrosen, sanfte Teeröschen und die klassische rote Rose. Auch im eigenen Garten sorgen Rosenpflanzen für dekorative Highlights und so manche Rosensammlung fängt mit einem kleinen Pflänzchen an. Was du über Rosengärten, ihre Geschichte und die wichtigsten Tipps zur Anlage und Pflege wissen musst, haben wir in unseren FAQs für dich zusammengestellt.
Steingärten orientieren sich an der Flora von Gebirgsregionen wie den Hochalpen, die für Schotterflächen und karge Bedingungen bekannt sind. Deshalb sind die dort vorkommenden Gewächse spannende Überlebenskünstler. Steingärten sind leicht zu pflegen und bieten bei richtiger Gestaltung Lebensräume für seltene Pflanzen und heimische Tierarten. Steingärten profitieren von geneigten Flächen, sodass sie sich hervorragend in ansteigenden Gärten verwirklichen lassen. Kleine Treppen und steinerne Wege führen den Besucher an verschiedenen Steinbeeten und Ebenen vorbei. In einem gut durchdachten Steingarten kannst du seltene Alpengewächse wie Edelweiss und Enzian bewundern. Klassische Steingärten stehen im Gegensatz zur Steinwüste, die kaum Lebensräume bietet.
Blattläuse (Aphidoidea) gibt es in jedem Garten. Neben den gefrässigen Nacktschnecken gehören sie zu den häufigsten Gartenschädlingen. Doch nicht nur draussen, auch an deinen Zimmerpflanzen machen sich die bis zu zwei Millimeter langen Winzlinge breit – mit gravierenden Folgen, denn Blattläuse vermehren sich rasant. Wie du einen Befall mit Blattläusen am besten bekämpfst, erläutern wir dir in diesem Artikel.
Willst du Peperoni oder Chili kaufen, hast du oft nur wenige Sorten zur Auswahl. Dabei gibt es zahlreiche Peperoni- und Chilisorten. Doch um von der grossen Auswahl zu profitieren, musst du die Peperoni selber anpflanzen. Auch wenn Chili und Peperoni nicht das gleiche sind, gehören sie doch beide zur Familie der Capsicum-Pflanzen. Darum kannst du diese Anleitung für das Pflanzen von Peperoni und von Chili verwenden. Diese pflegeleichten Pflanzen dürfen genau wie Paprika in keinem Gemüsegarten fehlen.
Marienkäfer kennt wohl jedes Kind, aber weisst du auch, wie Marienkäferlarven aussehen? Die Larven des beliebten Käfers sind keine Schädlinge, sondern sogar wertvolle Helfer im Garten. Sie vertilgen nämlich grosse Mengen an Blattläusen. Wir erklären dir, woran du Marienkäferlarven erkennst, wie du sie in deinem Garten ansiedelst und wie du sie zur Schädlingsbekämpfung auf deinen Pflanzen einsetzt.
Der Rittersporn, botanisch Delphinium genannt, ist eine beeindruckend schöne, aber auch giftige Gartenpflanze. Ihre hohen, traubenartigen, meist blauen Blüten fallen im Garten sofort auf und begeistern viele Gartenfreunde. Es gibt zahlreiche Arten, darunter ein- und mehrjährige. Wir geben dir die wichtigsten Tipps für das Anpflanzen, Schneiden und die Pflege des Rittersporns.