Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Als Bodendecker bezeichnen Gärtner Pflanzen, die rasch in die Fläche wachsen und dichte, flächige Polster bilden. Aus Sicht der Gartengestaltung sind Bodendecker die beste Alternative zu Rasen, um grössere Flächen mit pflegeleichten Pflanzen zu bedecken. Auch zur Unterpflanzung von grösseren Pflanzen wie Sträuchern, Hecken oder Bäumen ist ein Bodendecker sehr schön. Für einen Bodendecker brauchst du aber nicht unbedingt einen Garten: Selbst einen grossen Pflanzcontainer kannst du mit Bodendecker-Pflanzen verzieren.
Bodendecker-Pflanzen sind vor allem ein gutes Mittel, den Garten pflegeleicht und umweltfreundlich vor Unkraut zu schützen: Durch ihr dichtes Polster machen die Bodendecker es dem Unkraut unmöglich zu wachsen, sie überrollen es quasi. Ausserdem sehen Bodendecker auch noch sehr schön aus. Aber nicht nur das: Sie fördern auch die Qualität des Bodens, indem sie ihn mit ihren Wurzeln auflockern. Mit ihren abgestorbenen Teilen wiederum liefern sie Humus und fördern das Bodenleben. Ein Bodendecker ist also in jedem Fall besser als ein nackter Erdboden.
Als Bodendecker kommen sowohl krautige Stauden als auch flach wachsende Gehölze in Frage. Auch viele Kletterpflanzen wie etwa Efeu lassen sich als Bodendecker ziehen: Dem Efeu ist es im Grunde egal, ob er auf einer senkrechten oder einer waagerechten Fläche wächst. Bodendecker-Pflanzen wie
verzieren den Garten vor allem durch ihr dekoratives Laub. Bei der Auswahl solltest du darauf achten, ob der Standort eher in der Sonne oder im Schatten – etwa unter Bäumen oder Sträuchern – liegt, denn nicht alle Bodendecker-Pflanzen kommen damit gleich gut zurecht. Auch in einem Steingarten sind Bodendecker-Pflanzen eine gute Möglichkeit, optisch für Abwechslung zu sorgen. In Kombination mit hochwachsenden Pflanzen wie
ergeben Bodendecker-Pflanzen eine traumhafte Gartenkomposition! Allerdings eignet sich ein Bodendecker nur für Flächen, die nicht betreten werden: Manche Bodendecker-Pflanzen wie etwa Sand-Thymian (Thymus serpyllum), Sternmoos (Sagina subulata), Teppich-Verbene (Phyla nodiflora) oder Zwerg-Fiederpolster (Cotula dioica) werden zwar als „trittfest“ bezeichnet, aber selbst diese vertragen höchstens gelegentlich einen Schritt und sind niemals so robust wie eine Rasenfläche.
Stauden sind nach gärnterischer Definition mehrjährige Pflanzen, deren oberirdische Teile im Winter absterben und im Frühling neu austreiben. Es gibt aber auch immergrüne Bodendecker, die ihre Blätter das ganze Jahr über behalten wie etwa
Viele immergrüne Bodendecker-Stauden haben sehr schöne Blüten, von denen unzählige während der Blütezeit im Frühling oder Sommer dichte Teppiche bilden. Besonders schön blühende Arten sind
Auch Storchschnabel und Kaukasus-Vermissmeinnicht bilden schöne, wenn auch nicht ganz so viele Blüten.
Bodendecker solltest du am besten im Spätsommer pflanzen, denn dann lässt das Wachstum des Unkrauts nach und die Gewächse haben bis zum Winter noch genug Zeit, um gut einzuwurzeln. Ganz wichtig ist es, hartnäckige Wurzelunkräuter wie Giersch oder Quecke vorher gründlich zu entfernen, sie kommen sonst immer wieder zwischen dem Bodendecker hoch und können kaum noch beseitigt werden, sobald dieser einmal gepflanzt ist. Wie viele Pflanzen du brauchst, hängt stark von der Sorte ab: So kommst du bei schnell wachsenden Arten wie Efeu mit vier Pflanzen pro Quadratmeter aus, bei kleinen, langsam wachsenden Arten wie Haselwurz oder Ysander brauchst du dagegen zwischen zwölf und 20 Pflanzen pro Quadratmeter – das hängt auch davon ab, wie schnell du eine geschlossene Fläche herstellen willst. Bei Efeu solltest du die Treibe gleich beim Einpflanzen auf etwa die Hälfte kürzen, dann bildet die Pflanze mehr Verzweigungen.
Sofern du nicht sehr schnell wachsende Bodendecker-Pflanzen gewählt hat, brauchst du ein wenig Geduld: Bis die ganze Fläche lückenlos bedeckt ist, können zwei bis drei Jahre vergehen. Bis dahin darfst du kein Unkraut mit der Hacke jäten, weil das das Wurzelnetz der frischen Bodendecker-Pflanzen stören würde. Eine gute Möglichkeit, um Unkraut in der Anfangsphase zu unterdrücken, ist das flächendeckende Ausbringen von Rindenmulch. Am Anfang macht ein Bodendecker also durchaus ein bisschen Arbeit; ist er aber erst einmal gut angewachsen, ist er ausgesprochen pflegeleicht. Die meisten Bodendecker-Pflanzen kannst du durch Stecklinge ganz leicht selbst vermehren: Viele Arten bilden oberirdisch wachsende Ausläufer mit kleinen Wurzeln, die du einfach abschneidest und in einem Topf anwachsen lässt, ehe du sie wieder aussetzt.
Jeder Hobbygärtner weiss, dass sich das Obst und Gemüse, die Blumen und Kräuter im Garten nur optimal entwickeln können, wenn sie ausreichend Nährstoffe im Boden vorfinden. Der Gartenboden wird durch die Bewirtschaftung stark beansprucht. Regelmässig wird neuer Humus gebraucht. Immer mehr umweltbewusste Hobbygärtner verzichten auf teuren Mineraldünger und stellen ihren Dünger auf dem Komposthaufen ganz einfach selbst her. Ganz nebenbei wird der Hausmüll reduziert und der Geldbeutel geschont. Wir geben dir praktische Tipps an die Hand und zeigen dir, warum das Kompostieren zu den wichtigsten Gartenarbeiten gehört und was du dabei beachten musst.
Unkräuter stören die Idylle des Gartens. Sie passen nicht in das Bild liebevoll gepflegter Blütenbeete und perfekter Rasenflächen. Noch schlimmer: Sie ernähren sich von Wasser und Nährstoffen, die eigentlich für das Gedeihen der Gartenpflanzen erforderlich sind. Dadurch verdrängen sie unsere mühsam gezogenen Stauden und verunstalten Fugen und Wiesen. Unkrautvernichtung ist deshalb ein essenzieller Bestandteil des Gärtnerns. Unkräuter haben neben ihrem Störfaktor jedoch noch eine andere Seite. Sie sind oft Heilkräuter und eignen sich für gesunde Tees und Salate. Je zeitiger du mit der Bekämpfung beginnst, umso weniger Arbeit bereitet dir das Unkraut in der Zukunft.
Marienkäfer kennt wohl jedes Kind, aber weisst du auch, wie Marienkäferlarven aussehen? Die Larven des beliebten Käfers sind keine Schädlinge, sondern sogar wertvolle Helfer im Garten. Sie vertilgen nämlich grosse Mengen an Blattläusen. Wir erklären dir, woran du Marienkäferlarven erkennst, wie du sie in deinem Garten ansiedelst und wie du sie zur Schädlingsbekämpfung auf deinen Pflanzen einsetzt.
Zwar sieht sie niedlich aus, im Garten aber verursacht sie erheblichen Schaden. Die Rede ist von der Wühlmaus. Ähnlich wie Schnecken zählt sie zu den Schädlingen im Garten. Kennst du die richtigen Tipps, wirst du die Tiere aber schnell wieder los. Die Wühlmaus wird auch als Schermaus bezeichnet und wächst auf eine Grösse von bis zu 22 Zentimetern heran. Beim unterirdischen Graben von Gängen ist nichts vor den Tierchen mit den braunen Kulleraugen sicher. Mit Vorliebe laben sie sich an Wurzelgemüse und den Trieben junger Bäume. Wie du deinen Garten am besten vor der Wühlmaus schützt, erfährst du hier.
Der Japanische Ahorn begeistert vor allem im Herbst mit seiner intensiven roten Laubfärbung. Der aus den Bergwäldern Japans stammende Baum nimmt daher unter den Ziersträuchern eine Sonderstellung ein. Häufig wird er auch als Feuer- oder Fächerahorn bezeichnet – fälschlicherweise, denn hierbei handelt es sich um eigenständige Sorten. Egal, ob du ihn allein oder gemeinsam mit anderen Sträuchern, im Garten oder im Topf auf dem Balkon pflanzt: Der Japanische Ahorn ist immer eine Augenweide und noch dazu angenehm pflegeleicht. Wir du ihn richtig pflanzt, schneidest und in Form hältst, erfährst du hier.
Wer in seinem Garten einen halbschattigen Platz für eine Kletterpflanze zur Verfügung hat, sollte dafür die Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris) in Betracht ziehen. Ihre bis zu 25 Zentimeter grossen hellen Blüten sind eine wichtige Bienenweide und locken mit ihrem süssen Duft zahlreiche Schmetterlinge an. Mit einer Rankhilfe können bestimmte Sorten eine Höhe von bis zu zehn Metern erreichen. Die pflegeleichten Kletterpflanzen sind ein Blickfang für Mauern oder Fassaden und eignen sich hervorragend als Hintergrund für einen Bauerngarten. Hier unsere Tipps zur Pflege der Kletterhortensie.