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Die Schlupfwespen gehören zur Familie der Hautflügler. In Mitteleuropa ist dieses Insekt stark vertreten. Der Name bezieht sich auf seine besondere Lebensweise. Die Tiere werden meistens zwischen fünf und zehn Millimeter gross. Verschiedene Vertreter der Schlupfwespenfamilie erreichen eine Länge von 0,2 bis 50 Millimeter. Sie haben einen schlanken Körper mit durchscheinenden dunklen Flügeln. Fliegen können sie übrigens nicht und mit Wespen sind sie auch nicht verwandt. Die Farbe ist schwarz oder dunkelbraun mit roten Streifen oder Flecken. Auffallend ist der lange Legestachel. Die erwachsenen Schlupfwespen sind keine Parasiten. Sie ernähren sich von Blumennektar. Die parasitoide Lebensweise bezieht sich auf den Nachwuchs. Die weibliche Schlupfwespe spürt die Larven von Spinnen und Insekten auf. Mit dem langen Legestachel werden ihre Eier in den Körper des Wirtes injiziert. Die schlüpfenden Schlupfwespenlarven ernähren sich von dem Wirtskörper. Dieser wird von innen aufgefressen. Am Ende der Entwicklung bohren die jungen Schlupfwespen ein Loch in den Wirtskörper und schlüpfen heraus.
Die natürliche Verhaltensweise des Schlupfwespennachwuchses reguliert den Bestand von Schädlingen. Diese positive Eigenschaft nützt der Mensch bei Insektenbefall. Du kannst sicher sein, dass es keine negativen Auswirkungen für dich gibt. Die Tiere sind weder für Menschen noch für Haustiere gefährlich. Sie stechen nicht und können nicht fliegen. Der Nachwuchs der Schlupfwespen wird punktuell für die biologische Schädlingsbekämpfung eingesetzt.
Die Schlupfwespenart Trichogramma legt ihre Eier in die Eier von Motten ab. Kleidermotten oder Textilmotten findest du in Wollsachen, Stoffen, Teppichen oder Ähnlichem. Ein Mottenweibchen legt bis zu 300 Eier. Schlupfwespen unterbrechen den Fortpflanzungszyklus der Motten. Beachte Folgendes für einen erfolgreichen Einsatz:
Die Trichogramma ist auch der natürliche Feind von Lebensmittelmotten. Der Ablauf des Einsatzes ist gleich, die Anwendungsdauer ist aber kürzer. Dein Zuhause ist nach neun bis zehn Wochen frei von Lebensmittelmotten.
Der Einsatz der Nützlinge beendet den Befall durch Blattläuse, Weisse Fliege, Dickmaulrüssler oder ähnliche Schädlinge. Verschiedene Arten der Schlupfwespen, beispielsweise die Encarsia formosa, sind erfolgreiche Nützlinge gegen die Weisse Fliege oder die Minierfliege. Die Schlupfwespenart Aphidius colemani (Blattlausschlupfwespe) bekämpft den Blattlausbefall. Der Einsatz im Gewächshaus ist am effektivsten. Im freien Gartenbereich ist es etwas schwieriger.
Beachte folgendes:
Der Lebensraum von Schlupfwespen erfordert einige Veränderungen in deinem Garten.
Mit diesen Veränderungen siedeln sich Schlupfwespen in deinem Garten an. Gib ihnen die Möglichkeit zur Überwinterung (Baumstumpf, Moos, Baumrinde). Eine geeignete Wohnmöglichkeit sind kleine Löcher in einem Holzstamm. Ein Vorteil der Ansiedlung: Die Insekten sind deine unermüdlichen Nützlinge gegen Schädlinge.
Die Eier der Schlupfwespe sind als Produkte im Fachhandel oder im Internet auf sogenannten Schlupfwespenkärtchen erhältlich. Diese Nützlinge werden für jede Art von Schädlingsbekämpfung angeboten. Im Fachhandel musst du die komplette Anzahl der Kärtchen für die ganze Einsatzdauer sofort kaufen. Das Problem ist die richtige Lagerung der Kärtchen bis zum Einsatz, nicht selten sind die Produkte später nicht mehr „frisch“. Kaufst du die Eier im Internet, wird dir die gekaufte Anzahl an Schlupfwespenkärtchen in Teillieferungen zugeschickt. Vereinbare regelmässige Lieferungen während der Einsatzdauer. Die gelieferten Produkte sind immer frisch und sofort einsatzbereit.
Mit ihren bunten Blüten und dem unverwechselbaren Duft machen Hyazinthen den Frühling erst so richtig vollkommen. Damit der Frühblüher verlässlich im Garten gedeiht, müssen die Zwiebeln bereits im Herbst in die Erde. Die duftende Schönheit ist auch als Zimmerpflanze sehr beliebt. Im Blumentopf oder im Hyazinthenglas erfüllt sie die Wohnung bereits im Winter mit ihrem einzigartigen Geruch. Interessantes über die Hyazinthe sowie Tipps für die Pflanzung und Pflege erfährst du in diesem Artikel.
Die Hainbuche, die auch als Weissbuche oder Hornbaum bezeichnet wird, zählt zur Gattung der Birkengewächse. Damit ist die Pflanze mit den Birken und Haselnüssen verwandt, hat also mit der Buche nur wenig zu tun. In unseren heimischen Gärten ist sie besonders als Hecke sehr beliebt und dient als Sichtschutz. Die pflegeleichte Pflanze macht sich aber auch als alleinstehender Baum im Garten sehr gut. Im Wald können die mittelgrossen Bäume eine Wuchshöhe von bis zu 20 Metern erreichen; die Krone wird bis zu zwölf Meter breit. Wie du die Hainbuche richtig pflanzt und pflegst, erfährst du hier.
Gelten Rosen als Königinnen der Blumen, so sind das bei den Gehölzen die Magnolien. Mit ihren üppigen, farbenfrohen und grossen Blüten, die sich bereits im Frühjahr zeigen, sind sie ein beeindruckender Hingucker in jedem Garten. Magnolien sind in vielen verschiedenen Arten und unterschiedlichen Grössen erhältlich. Neben ihrer Optik punkten die Gewächse als älteste Blühpflanzen der Welt zudem mit ihrer leichten Pflege. Wir erklären dir, worauf du beim Kauf einer Magnolie achten solltest und wie du sie richtig anpflanzt und pflegst, damit du lange eine wunderschöne Pflanze mit tollen Blüten geniesst.
Der gefurchte Dickmaulrüssler, Dickmaulrüssler-Larven und Breitmaulrüssler gehören zu den besonders gefürchteten Schädlingen in Haus und Garten. Sie fressen nicht nur Ziergehölze, sondern verzehren mit Vorliebe auch Erdbeeren, Liguster oder machen sich an Kübelpflanzen zu schaffen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Schädlinge rechtzeitig zu bekämpfen. Während die Schäden durch die Käfer nur optischer Natur sind, stellen die Fressspuren der Larven ein ernstes Problem für die Pflanzen dar: Die Gewächse sterben zwar nicht ab, sind aber anfälliger für Pilzbefall. Aktiv sind die Dickmaulrüssler von Mai bis August.
Neophyten sind Pflanzenarten, die vom Menschen aus anderen Verbreitungsgebieten eingeschleppt wurden. Die meisten sind harmlos, manche können aber als sogenannte invasive Neophyten verheerende Folgen für die ökologische Vielfalt haben und sogar dem Menschen gefährlich werden. Vor allem viele Gartenpflanzen von anderen Kontinenten, die wegen ihres dekorativen Aussehens gerne in Ziergärten angepflanzt werden, können auf diese Art zu einem Problem werden, das sich nur schwer bekämpfen lässt. Was gegen sie hilft, erfährst du hier.
Von purpurrot, über orange-gelb, bis hin zu schwarz-violett – mit seiner farbenfrohen und nuancenreichen Blätterfärbung ist der Amberbaum vor allem im Herbst ein besonderer Hingucker. Der pflegeleichte Baum, der eine Menge Sonne benötigt, hat seinen Ursprung in Nordamerika. Als Garten- und Zierbaum ist er auch bei uns sehr beliebt. Worauf du beim Kauf eines Amberbaums achten solltest, wann und wie er gepflanzt wird und was du über die Pflege und den Schnitt wissen solltest, erklären wir dir Schritt für Schritt in unserem Ratgeber.